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Auf diesem Fußweg hatte der Hund die 72 Jahre alte Frau angegriffen und zu Tode gebissen.
Auf diesem Fußweg hatte der Hund die 72 Jahre alte Frau angegriffen und zu Tode gebissen. © Benno Schlagenhauf/Zollern-Alb-Kurier/dpa
Ein Hund der Rasse Kangal hatte am 30. Mai 2017 eine 72 Jahre alte Frau angegriffen und zu Tode gebissen.
Ein Hund der Rasse Kangal hatte am 30. Mai 2017 eine 72 Jahre alte Frau angegriffen und zu Tode gebissen. © Symbolbild dpa
Die Besitzerin eines Hundes, der eine 72 Jahre alte Frau angefallen und getötet hat, sitzt neben ihrem Anwalt Ulrich Weber im Gerichtssaal.
Die Besitzerin eines Hundes, der eine 72 Jahre alte Frau angefallen und getötet hat, sitzt neben ihrem Anwalt Ulrich Weber im Gerichtssaal. © dpa
10.07.2018

Hund beißt Rentnerin tot: Bewährungsstrafen für Hundehalter

Sigmaringen. Nach dem tödlichen Angriff eines Hundes auf eine Seniorin hat das Amtsgericht Sigmaringen die Hundehalter zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Die angeklagte Besitzerin bekam wegen fahrlässiger Tötung eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung, ihr Ehemann, der den Hund der Rasse Kangal beschafft hatte, zwei Jahre auf Bewährung (Aktenzeichen: 5 Ls 11 Js 4710/17).

Damit entsprechen die Richter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Die Hundehalter müssen außerdem jeweils 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und dürfen während ihrer Bewährungszeit von drei Jahren keine Hunde halten, die mehr als 20 Kilo wiegen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Vorschriften zur Hundehaltung in grober Weise missachtet wurden.

Das 72 Jahre alte Opfer war im Mai vergangenen Jahres in Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen) unvermittelt von dem Kangal angefallen und mehrfach in Kopf und Hals gebissen worden. Die Frau starb. Der Hund hatte sich wegen seines offenbar zu schwachen Halsbands losreißen können.