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IKEA setzt in Karlsruhe auf eine offene, helle Fassade mit großen Schaufenstern.
IKEA setzt in Karlsruhe auf eine offene, helle Fassade mit großen Schaufenstern. © Fotomontage: IKEA
13.09.2018

IKEA kommt nach Karlsruhe: Im Sommer 2020 öffnet der Einrichtungsriese

Karlsruhe. Am Donnerstag haben Vertreter der Stadt Karlsruhe, des Regierungspräsidiums und von IKEA den Grundstein für das 54. deutsche IKEA Einrichtungshaus an der Durlacher Allee in Karlsruhe gelegt.

"Wir freuen uns, dass wir mit IKEA eine Gewerbebrache revitalisieren können", sagt Dr. Frank Mentrup. "IKEA trägt mit einer außergewöhnlichen Fassade positiv zum Stadtbild bei. Ich bin überzeugt, dass die Ansiedlung von IKEA die Anziehungskraft von Karlsruhe auf die Region und auch darüber hinaus verstärken wird und noch mehr Besucherinnen und Besucher aus dem Umland in die Stadt lockt." Besonders der Anschluss von IKEA an das bestehende Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe sei ein nachhaltiger Schulterschluss zwischen Stadt und Investor.

Karlsruhe ist für IKEA ein sehr attraktiver Einzelhandelsstandort. Das Unternehmen investiert rund 80 Millionen Euro an dem Standort und schafft rund 200 neue Arbeitsplätze. Die Eröffnung ist im Sommer 2020 geplant.

"Wir möchten hier an der Durlacher Allee als Einfahrtstor zur Innenstadt zu einem repräsentativen Stadtbild beitragen und haben deshalb auch einen Fassaden-Wettbewerb durchgeführt", sagt Johannes Ferber. "Das Ergebnis finden wir sehr gelungen."

Perfekte Anbindung an die City

Größter Standortbonus ist die perfekte Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr: Zwei Straßen- und zwei S-Bahnlinien mit teilweise überregionaler Anbindung halten direkt vor der Tür, zudem liegt der Standort genau am regionalen Radwegenetz. "Wegen der großen Nähe und perfekten Anbindung an die Innenstadt gehen wir auch davon aus, dass viele vor oder nach dem Einkauf bei uns noch einen Abstecher in die City machen", sagt Johannes Ferber. Denn IKEA bringt die Menschen vor die Tür und sorgt an allen Standorten für mehr Besucher in den Innenstädten. "Für den Standort Karlsruhe kommen die meisten Besucher aus einem Umkreis von 30 Fahrminuten", sagt Johannes Ferber.

IKEA möchte zudem mit einem maßgeschneiderten Lieferkonzept dafür sorgen, dass möglichst viele Besucher mit alternativen Verkehrsmitteln wie Stadtbahn oder Rad zum Einkaufen kommen. An zwei E-Tankstellen können Besucher ihre Elektroautos kostenlos laden. Auch wird es Lademöglichkeiten für E-Bikes geben. Für die Besucher werden über 1.200 Parkplätze zur Verfügung stehen, hinzu kommen 300 Fahrradstellplätze.

Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Einrichtungshaus. "Hier in Karlsruhe schließen wir unser Einrichtungshaus zum Heizen an das bestehende Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe an", so Johannes Ferber. Die Karlsruher Fernwärme wird im Kraftwerke am Rheinhafen in einem so genannten Kraft-Wärme-Koppelbetrieb effizient und umweltschonend erzeugt. "Zum Kühlen verwenden wir elektrische Kältemaschinen, die wir mit regenerativ erzeugtem Strom betreiben." Um Trinkwasser zu sparen, werden die Sanitäranlagen mit Regenwasser betrieben.

Außerdem plant IKEA ein Gründach: Mit über 12.000 Quadratmetern werden rund 60 Prozent der Dachfläche mit einer Mischung aus Pflanzen, Gräsern und Kräutern begrünt sein.

Möbel und Wohnaccessoires auf einer Ebene

Zudem setzt IKEA in Karlsruhe auf ein besonderes Store-Format: Auf dem vergleichsweise kleinen Grundstück entsteht in kompakter Bauweise ein mehrgeschossiges Einrichtungshaus mit insgesamt fünf Ebenen. Eine weitere Besonderheit: Möbelausstellung und Markthalle mit den Töpfen und Teppichen finden die Kunden dabei auf einer Ebene.