Eigentlich ist es kalt genug zum Beschneien und es liegt auch ein wenig echter Schnee - doch am höchsten Berg im Südwesten hat weiterhin nur ein kleiner Teil der 33 möglichen Kilometer Skipiste geöffnet. «Die Schneekanonen laufen in der Nacht», sagte der Geschäftsführer der Feldbergbahnen, Kai Lebrecht, der Deutschen Presse-Agentur. Doch auch sie könnten Naturschnee nicht vollständig ersetzen.
Oft reiche Beschneiung nicht, um eine Piste in Betrieb zu nehmen. Laut der aktuellen Wintersport-Übersicht sind derzeit etwas mehr als acht Kilometer Piste präpariert und damit bereit für Skifahrerinnen und Skifahrer.
Reger Betrieb herrschte zuletzt unter anderem am Seebuck. Dort gab es am Dienstag bei Minusgraden und strahlendem Sonnenschein ideale Wetterbedingungen. «Es sind jetzt die schönsten Tage zum Skifahren», sagte Lebrecht. Die Schneedecke auf der Piste am Seebuck, eine Mischung aus Naturschnee und Beschneiung, ist jedoch sehr dünn. An vielen Stellen kommt das Gras durch; nur ein schmales Band ist laut Übersicht präpariert.
Hoffnung auf Neuschnee
Ob und wann weitere Pisten geöffnet werden können, muss Lebrecht zufolge tageweise entschieden werden, die Wettervorhersagen geben keine Garantie: «Das ist der berühmte Blick in die Glaskugel. Es waren zuletzt 30 bis 40 Zentimeter Schnee vorhergesagt, gekommen sind zehn Zentimeter. Und genau mit diesen Diskrepanzen in der Vorhersage muss man dann auch leben.» Was bisher an Schnee liege, reiche allein nicht aus, Beschneiung sei notwendig.
Für die kommenden Tage zeigte sich Lebrecht dennoch optimistisch. «Die Vorhersagen sind entsprechend, die Minusgrade sind entsprechend.» Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Lifte im Laufe der Woche öffnen. Bisher laufen 9 von 15 Liften und Bahnen in dem Wintersportgebiet Feldberg.
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