Prozess gegen mutmaßlichen Raser
Der junge Mann wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. (Archivbild)
Tatjana Bojic/dpa
Baden-Württemberg
Mädchen stirbt bei Raserunfall - Haftstrafe für 25-Jährigen

Nach dem Tod einer Teenagerin bei einem Raserunfall im Kreis Reutlingen ist ein junger Mann zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Reutlingen sprach ihn wegen vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Außerdem muss der 25-Jährige seinen Führerschein für vier Jahre abgeben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die 17-jährige Rollerfahrerin kam im vergangenen Juni in Lichtenstein ums Leben, als der 25-Jährige mit seinem Wagen laut Anklage mit hoher Geschwindigkeit frontal in sie prallte. Die Jugendliche starb noch am Unfallort. Der Mann bekundete zu Prozessbeginn sein Bedauern. «Der Unfall begleitet mich morgens, wenn ich aufstehe, und abends, wenn ich schlafen gehe», hatte der Angeklagte gesagt. 

Konnte Gegenverkehr nicht sehen

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann so dicht auf ein vor ihm fahrendes Auto aufgefahren war, dass er den Gegenverkehr nicht sehen konnte, wie der SWR berichtete. Dennoch habe er in einer Kurve mit zu hoher Geschwindigkeit überholt. Der Mann war laut Gericht schon wegen anderer Verkehrsdelikte aufgefallen und musste auch schon seinen Führerschein abgeben. 

Die Eltern der getöteten 17-Jährigen blieben der Verhandlung fern. Sie forderten über ihren Nebenklagevertreter die höchstmögliche Strafe. Seit dem Tod ihrer Tochter sei ihr Leben «sinn- und perspektivlos».

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