Polizeieinsatz
Ein 54-Jähriger verschwindet im November spurlos - sechs Monate später geht die Polizei von einem Verbrechen aus. (Symbolbild)
Marcus Brandt/dpa
Baden-Württemberg
Mann verschwindet vor Monaten - Polizei nimmt Verbrechen an

Rund ein halbes Jahr nach dem Verschwinden eines 54-Jährigen aus dem baden-württembergischen Lichtenstein gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass der Mann Opfer einer Straftat wurde. Sein Verbleib sei nach wie vor gänzlich ungeklärt, hieß es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen. Die Behörden ermittelten unter Hochdruck in dem Fall. Im Februar sei in Hannover ein mutmaßliches Tatfahrzeug entdeckt worden.

Der Mann war demnach zuletzt am 13. November 2025 an seiner Wohnadresse im Landkreis Reutlingen gesehen worden. Angehörige hätten zwei Tage später Vermisstenanzeige bei der Polizei erstattet. Während der Vermisstensuche hätten die Ermittler bereits um Hinweise von Zeugen auf einen dunklen Transporter mit Hannoveraner Kennzeichen gebeten, der am Abend des Verschwindens in dem Ortsteil Unterhausen unterwegs gewesen sei. Dieser sei mit dem Verschwinden des Mannes in Verbindung gebracht worden. 

Der Transporter wurde laut Mitteilung im Februar in Hannover entdeckt. In dem Fahrzeug fahnden Kriminaltechniker Spuren des vermissten 54-Jährigen. Diese ließen darauf schließen, dass der Mann Opfer eines Verbrechens geworden ist, hieß es weiter. Die Ermittler erhoffen sich nun weitere Hinweise zu dem mutmaßlichen Tatfahrzeug und zu dem mutmaßlichen Verbrechen.

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