Der baden-württembergische Maschinenbau spürt weiter eine steigende Nachfrage. Im September lagen die Bestellungen auf preisbereinigter Basis (real) um 12 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie der Landesverband des VDMA in Stuttgart mitteilte. Die Neuaufträge auf dem Inlandsmarkt legten um 13 Prozent zu, und bei den Auslandsbestellungen gab es einen Zuwachs von 12 Prozent.
Die positive Entwicklung der Auftragseingänge sei ein ermutigendes Signal, sagte Geschäftsführer Dietrich Birk. «Diese konjunkturelle Erholung bleibt jedoch fragil, zumal wir von einem niedrigen Ausgangsniveau
kommen.»
Für eine nachhaltige Belebung benötigten die Unternehmen verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, entschlossene Reformen und keine zusätzlichen Belastungen. Birk warnte vor einem zu hohen Abschluss in der laufenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie.
Von Juli bis September lagen die Auftragseingänge um 18 Prozent über
dem Vorjahresniveau. Die Bestellungen aus dem Inland erhöhten sich um 8 Prozent. Im Auslandsgeschäft wurde ein Plus von 23 Prozent verzeichnet. Nach Angaben des Verbandes wurde in den ersten neun Monaten des Jahres ein Zuwachs der Auftragseingänge von real 11 Prozent verzeichnet. Das Inlandsgeschäft legte um 7 Prozent zu, die Auslandsbestellungen stiegen um 13 Prozent.
Am Arbeitsmarkt macht sich der leichte Aufschwung bei den Auftragseingängen noch nicht positiv bemerkbar: Bis Juli 2026 sank die Zahl der Beschäftigten im baden-württembergischen Maschinen- und Anlagenbau gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent auf rund 276.650 Personen. Jede dritte Firma rechne im kommenden Halbjahr mit weiteren Einschnitten beim Personal, teilte der VDMA im Oktober mit.
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