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06.02.2015

Megaverkehrsprojekt: Tunnelbau in Karlsruhe kommt zügig voran

Flotte Tunnelbauer in Karlsruhe: Die Arbeiten für die Verlegung der Straßenbahnen unter die Erde kommen nach Angaben des Bauherrn Kasig schneller voran als gedacht, die Betonröhre unter der Kaiserstraße ist zu etwa 40 Prozent fertiggestellt. Mit Blick auf den bisher genannten Termin Ende August für den Abschluss des Tunnelbaus sagte Kasig-Geschäftsführer Uwe Konrath der Deutschen-Presse-Agentur: «Wir könnten durchaus zwei Monate früher fertig sein.»

Bildergalerie: Tunnelbau in Karlsruhe kommt zügig voran

Dies hängt allerdings davon ab, dass im Untergrund keine unvorhergesehenen Hindernisse auftauchen. Mit einer offiziellen neuen Prognose für den Abschluss des Tunnelbaus will die Kasig noch warten, bis die Arbeiter der österreichischen Firma BeMo Tunneling mindestens 50 Prozent der zwei Kilometer langen Tunnelröhre fertiggestellt haben.

«Bis jetzt ist es sehr gut gelaufen», sagte Konrath zum Einsatz der Tunnelvortriebsmaschine unter der zentralen Einkaufsstraße der zweitgrößten Stadt Baden-Württembergs. Die Arbeiten begannen am 17. November vergangenen Jahres am Durlacher Tor. Bislang hat die von der Spezialfirma Herrenknecht gebaute Maschine 791 von rund 2000 Metern zurückgelegt und befindet sich zurzeit etwa unter der Einmündung der Kreuzstraße in die Kaiserstraße. Ziel ist das Mühlburger Tor im Westen. Die gesamte unterirdische Streckenlänge beträgt 2,4 Kilometer.

Auf ihrem Weg fräst sich die Maschine abwechselnd durch Kies und Sand und baut die Tunnelröhre mit einem Durchmesser von neun Metern. Von Ende 2018 an soll der Straßenbahnverkehr dort unterirdisch verlaufen, so dass die Kaiserstraße zu einer Flaniermeile werden kann.

Der zügige Verlauf der Arbeiten bedeutet nach Angaben Konraths zwar keine Kostenvorteile, ermöglicht aber einen früheren Aushub der unterirdischen Haltestellen. Oberstes Ziel beim Tunnelbau sei die Sicherheit von Arbeitern, Verkehrsteilnehmern und Anwohnern, sagte der Kasig-Geschäftsführer.