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«Movember»-Aktion: Markus Lanz (rechts) mit Schnauzbart.
«Movember»-Aktion: Markus Lanz (rechts) mit Schnauzbart. © Cornelia Lehmann/ZDF
21.11.2014

«Movember»: Mit Schnurrbart gegen Hodenkrebs?

München. Ein Oscar-Preisträger hat es getan und ganze Fußball-Mannschaften. Und spätestens seit «Wetten, dass..?»-Moderator Markus Lanz Anfang November seine Stadtwette in Graz verlor und sich darum einen Schnurrbart wachsen ließ, ist die «Movember»-Aktion in Deutschland so bekannt wie nie zuvor.

Die «Movember Foundation», nach eigenen Angaben die «führende Organisation zur Verbesserung der Männergesundheit», ruft in Deutschland schon seit drei Jahren zu der Aktion auf, die vor allem in den USA ein paar Millionen für den Kampf gegen Prostatakrebs und Hodenkrebs eingebracht hat.

Das Ziel: Den Bart den ganzen November lang nicht abrasieren, das sprießende Haar in sozialen Netzwerken dokumentieren, spenden und Spenden sammeln. Alles im Dienste der «Männergesundheit». «Movember» ist aus moustache, dem englischen Wort für Schnurrbart, und dem Monat November zusammengesetzt.

Einen Hype wie vor einigen Monaten die «Ice Bucket Challenge», mit der Geld für die Erforschung der Nervenkrankheit ALS gesammelt werden sollte, hat der «Movember» zwar nicht ausgelöst. Eine durchnässte Helene Fischer im weißen BH hat wahrscheinlich einfach mehr Sex-Appeal als ein schnöder Schnauzbart.

Doch Oscar-Preisträger Christoph Waltz («Django Unchained») hat laut Facebook-Seite von «Movember Deutschland» aufgehört, sich mundaufwärts zu rasieren - ebenso wie die Fußballer von Fortuna Köln, SV Darmstadt 98 und vom TSV 1860 München. Auch Nationalspieler Mesut Özil wurde beim «Laureus Medien Preis» unrasiert gesehen.

Ski-Star Felix Neureuther und Fußballweltmeister Benedikt Höwedes sind demnach «Mo Bros», wie die Organisation die Männer nennt, die sich registrieren und die Barthaare wachsen lassen. «Unrasiert im Gesicht geht es in den Movember!», schrieb Höwedes zum Monatsanfang bei Facebook und rief dazu auf, die Aktion zu unterstützen.

Mehr als 10 000 Menschen in Deutschland hatten sich knapp zwei Wochen vor dem Ende der Aktion auf der «Movember»-Homepage angemeldet, im vergangenen Jahr waren es insgesamt gut 9000, wie ein Sprecher in München sagte. Die Facebook-Seite von «Movember» in Deutschland kratzt an der 20 000-Likes-Marke.

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