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Nach Ausschreitungen beim Karlsruher SC fordert Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall Stadionverbote. Bei den KSC-Krawallen habe es sich nicht um enttäuschte Fans, sondern um Straftäter gehandelt. © dpa
15.05.2012

Nach Ausschreitungen beim KSC: Innenminister fordert Stadionverbote

Karlsruhe. Der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) hat nach den Ausschreitungen im Anschluss an den Zweitliga-Abstieg des Karlsruher SC ein hartes Durchgreifen gefordert. «Wir haben es hier nicht mehr mit enttäuschten Fans zu tun, sondern eindeutig mit Straftätern», sagte Gall am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. «Als erste Konsequenz müssen Stadionverbote erlassen werden», forderte er.

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«Für die kommende Saison wird sich das Innenministerium mit den Verantwortlichen des KSC zusammensetzen, um das Problem in den Griff zu bekommen.»

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Nach dem Abstieg des KSC in die 3. Fußball-Liga war es am Montagabend zu schweren Krawallen gekommen. Mehrere hundert frustrierte Anhänger des Vereins griffen nach dem 2:2 im Relegations- Rückspiel gegen Jahn Regensburg Polizisten und Gäste-Fans an, berichtete die Polizei. Dabei wurden 75 Menschen verletzt, unter ihnen auch 18 Polizisten. Acht Personen wurden festgenommen.

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Für die kommende Saison rechnet Gall sogar mit einer Verschärfung der Sicherheitslage rund um Spiele des KSC. Dann treffen die Badener unter anderem auf Kickers Offenbach, Darmstadt 98, Rot-Weiß Erfurt und den VfL Osnabrück. «Mit dem Abstieg in die 3. Liga sehen wir keine Entspannung, sondern eher noch kritischere Begegnungen», sagte Gall. dpa