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In einem der am Unfall beteiligten Fahrzeuge wurde ein weißer Baby-Löwe transportiert. 

Nach Unfall auf A5: Weißes Löwenbaby aus Auto befreit

Kronau. Nach einem schweren Auffahrunfall ist die A5 am frühen Dienstagmorgen zwischen der Anschlussstelle Kronau (Kreis Karlsruhe) und dem Kreuz Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) in beide Fahrtrichtungen vollständig gesperrt worden.

Gegen 5.15 Uhr kam es im Baustellenbereich zu dem Unfall, als der Fahrer eines Kleintransporters den stockenden Verkehr zu spät erkannte und auf einen Lastwagen auffuhr. Der Wagen des Unfallverursachers geriet in der Folge ins Schleudern und stieß mit einem daneben fahrenden Kleinbus mit Anhänger zusammenan, dessen Ladung die Einsatzkräfte vor Ort im Anschluss an die Kollision in Alarmbereitschaft versetzte.

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Die Unfallstelle am Dienstagmorgen in der Nähe der Anschlussstelle Kronau. Foto: Julian Buchner/Einsatz-Report24/dpa

Zwei Greifvögel hatten unbestätigten Informationen nach offenbar die Flucht ergriffen und waren davongeflogen, zudem hatte der Kleinbus auch einen weißen Baby-Löwen mit an Bord. Der Großkatze gelang glücklicherweise aber nicht die Flucht, sie überstand den Unfall unversehrt in ihrer Transportbox. Das Jungtier wurde im Anschluss von der Tierrettung Rhein-Neckar versorgt. Die Polizei ermittelt nun, ob das Löwen-Baby rechtmäßig transportiert wurde und ob es sich um einen legalen Transport handelte.

Gaffer sorgen für Ärger bei der Polizei

Sowohl drei Personen im Tiertransporter als auch der Fahrer des Kleinlasters wurden bei dem Unfall verletzt und durch den Rettungsdienst behandelt. Eine der Personen wurde eingeklemmt und von der Feuerwehr befreit. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Da sich die Unfallstelle im Baustellenbereich befand, mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Walldorf, Kronau, Waghäusel und Bruchsal sowie des Rettungsdienstes und der Polizei die Unfallstelle über beide Fahrtrichtungen anfahren, weshalb die Autobahn voll gesperrt wurde.

Vor weitere Probleme stellten die Rettungskräfte zudem etliche Gaffer, welche mit ihren Smartphones Fotos und Videos von der Unfallstelle machten. Die Autobahn war mehrere Stunden in beide Richtungen gesperrt, über die Höhe des entstandenen Sachschadens ist bislang noch nichts bekannt.