Im Jahr 2007, als dieses Bild von Kwick-Gründer Jens Kammerer aufgenommen wurde, war der Reutlinger noch guter Dinge. Seinerzeit galt Kwick als eine der größten Online-Communitys Deutschlands. Zwölf Jahre später nun - das Aus.
dpa
Baden-Württemberg
Nach fast 20 Jahren: Online-Plattform Kwick schließt

Weinstadt. Die Betreiber der Community-Plattform Kwick sehen sich zu einem drastischen und unvermittelten Schritt gezwungen, der viele Kwick-Mitglieder kalt erwischt haben dürfte. Es hat sich aus "gekwickt".

"Liebes KWICK! Mitglied, nach über 18 Jahren schließt die KWICK! Community Ihre Tore zum 31.08.2019. Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen, jedoch lässt es die wirtschaftliche Situation leider nicht anders zu." So der einleitende Text der kurzen Nachricht, die sich auf der Facebookseite des Community-Portals Kwick am Montag findet. Endet damit eine Ära oder war es ein Sterben auf Zeit?

Wirtschaftliche Probleme waren der Hauptgrund

Liest man die zahlreichen Kommentare auf Facebook, so scheint eher die zweite Theorie zuzutreffen - nimmt man die teils anonym verfassten Beiträge für bare Münze. Die hat den Betreibern gefehlt, liest man die Begründung weiter: "Die Einnahmen decken seit Jahren die Ausgaben nicht mehr und daher konnten die nötigen Investitionen für die Plattform nicht getätigt werden. Dies führt zunehmend zu Problemen, wie ihr ja bereits festgestellt habt. Daher wird derzeit die Stilllegung der Plattform geprüft." Die Probleme auf die man sich auf Facebook bezieht, stellen sich in Form mehrfacher Serverprobleme dar. Die Nutzer werden zudem dazu aufgefordert, alle Daten rechtzeitig zu sichern, bevor die Seite entgültiog stillgelegt wird.

Im Jahr 2017 gab die, von einem Reutlinger Studenten gegründete Online-Community mit Sitz in Weinstadt an, rund eineinhalb Millionen registrierte Nutzer zu haben. Doch nur zwei jahre später kommt nun das Aus.

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