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Die üppigen Beleuchtungen der Städte in der Vorweihnachtszeit verbrauchen jede Menge Strom. Angesichts der sich entwickelnden Energiekrise soll das dieses Jahr anders aussehen. 

Nicht nur Pforzheim: Auch diese Städte wollen Energiesparen und Besinnliches verbinden

Stuttgart/Tübingen/Heidelberg/Karlsruhe. Lichterketten und leuchtend bunt geschmückte Weihnachtsbäume gehören vielerorts fest zur Vorweihnachtszeit. Doch durch die drohende Energiekrise gilt für Kommunen und Städte in Baden-Württemberg Stromsparen als wichtiges Ziel - auch bei der Weihnachtsbeleuchtung. Früher war also nicht nur mehr Lametta, sondern auch mehr Lichterglanz. Die Stadt Pforzheim hat vor einigen Wochen ein Konzept für die Vorweihnachtszeit vorgestellt. Was planen andere Großstädte in Baden-Württemberg? 

Das Stuttgarter Rathaus verzichte ganz auf seine Weihnachtsbeleuchtung und den Adventskalender in den Fenstern des Hauses, teilte eine Pressesprecherin der Stadt mit. Auch die Weihnachtsbäume in der Stadt sollen seltener leuchten: Die Lichterketten am großen Baum am Schlossplatz zum Beispiel waren in früheren Jahren rund 450 Stunden im Betrieb. Dieses Jahr sollen sie nur 240 Stunden eingeschaltet sein.

Sollten Städte bei der Weihnachtsbeleuchtung sparen?

Nicht alle heißen diese Maßnahmen gut: "Durch die fehlende Weihnachtsbeleuchtung kann es ziemlich dunkel werden. Gerade in der Innenstadt, wo es öfter Schwierigkeiten mit der Sicherheit gibt, ist das ein Problem", kritisierte Sven Hahn von der Stuttgarter City Initiative. Wer sich in einer Stadt nicht wohlfühle, komme auch nicht zum Einkaufen. Dies könnte Folgen für die städtischen Betriebe haben, gab Hahn zu bedenken.

"Die Fokussierung der Diskussion auf die Weihnachtsbeleuchtung ist reine Symbolik und verdeckt Tatenlosigkeit bei den großen Verbrauchern", teilte Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, der diese Ansätze Energie zu sparen ebenfalls skeptisch sieht, mit.

Aber auch Tübingen sucht Wege, um in der Vorweihnachtszeit Energie einzusparen: Die "große" Weihnachtsbeleuchtung mit Lichtern an den Giebeln und leuchtenden Kugeln in den Bäumen werde es in diesem Jahr nicht geben, teilte eine Pressesprecherin der Stadt mit.

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Premiere der „Pforzheimer Winterwelt“: Marktplatz wird zu weihnachtlichem Dorf

Die Stadt Heidelberg will diesen Winter mindestens 15 Prozent Energie einsparen. Der Lichterschmuck beim Weihnachtsmarkt solle "auf ein Mindestmaß" reduziert werden, sagte ein Sprecher der Stadt. So werden vermutlich die Lichter an den Buden weniger leuchten, auf Fassadenbeleuchtung wird ganz verzichtet. Nicht nur an Beleuchtung sondern auch an Tannen will die Stadt sparen: Die Zahl der Weihnachtsbäume und das Tannengrün sollen reduziert werden.

Vielerorts ist die Planung des Weihnachtsschmucks noch nicht abgeschlossen: In Karlsruhe will man "mit gutem Beispiel vorangehen" und gleichzeitig nicht auf vorweihnachtliche Atmosphäre verzichten. Wie genau das gehen soll, werde in den nächsten Wochen ausgearbeitet, teilte ein Pressesprecher der Stadt mit.