Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei Hensoldt
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht eine zunehmende Bedeutung unbemannter Systeme in der Luft und auf dem Land.
Bernd Weißbrod/dpa
Baden-Württemberg
Pistorius: Sind bei Drohnen in Europa vorne

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht Deutschland beim Thema Drohnentechnologie in Europa an der Spitze. «Die deutsche Öffentlichkeit glaubt, in Teilen jedenfalls immer noch, dass wir bei Drohnen hintendran wären, das ist längst Geschichte», sagte der SPD-Politiker vor Journalisten bei einem Besuch der Rüstungsfirma Hensoldt in Oberkochen im Ostalbkreis. «Wir sind in Europa, das können Ihnen alle Fachleute bestätigen, längst vorne», fügte er hinzu. 

Man werde diesen Entwicklungsvorsprung ausbauen müssen und sei deswegen mit der Ukraine im engen Austausch. Der Krieg dort zeige, dass man «alte Systeme» wie Panzer, Schiffe, Flugzeuge brauche, um Raum halten oder einnehmen zu können. «Wir werden auch Infanterie immer gebrauchen, aber wir werden mehr Drohnen brauchen, wir werden mehr unbemannte Systeme auch zu Land brauchen», sagte Pistorius.

Hensoldt ist auf den Bau von Radaren und optischen Systemen spezialisiert. Die Firma entwickelt Sensoren, Elektronik und Software für Heeres-, See-, Luft- und Raumfahrtstreitkräfte und zur Abwehr von Cyberangriffen. Im vergangenen Jahr erzielte das börsennotierte Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von 2,46 Milliarden Euro.

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