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Pumas können ein Gewicht von bis zu 100 Kilogramm erreichen. Foto: VIER PFORTEN
01.02.2019

Puma-Baby in Wohnung gehalten - Wildtier aus Tschechien geschmuggelt

Lahr. Behörden haben kurz vor Weihnachten 2018 einen männlichen Pumawelpen in einer Privatwohnung in Lahr im Ortenaukreis entdeckt und beschlagnahmt.

Laut einer Pressemitteilung der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten", wurde das zu dem Zeitpunkt zwei Monate alte exotische Haustier legal in Tschechien erworben, aber illegal nach Deutschland geschmuggelt. Vier Pfoten hat den Welpen namens Tikam in ihre Obhut genommen und wird ihn nach eigenen Angaben in ihrer Großkatzenstation in Maßweiler unterbringen.

Bildergalerie: Puma-Baby in Lahrer Privatwohnung gefunden

Pumas können ein Gewicht von bis zu 100 Kilogramm erreichen. Foto: VIER PFORTEN

Die Vermieterin der Wohnung, in der der Puma gehalten wurde, machte die Behörden auf das ungewöhnliche Haustier aufmerksam. Ohne Haltungsgenehmigung, Einfuhr- und Ausfuhrpapiere zwischen Tschechien und Deutschland, und mit vertauschten Impf- und Herkunftsnachweisen wurde das nur wenige Monate alte Pumamännchen bei einem tschechischen Züchter für 2.300 Euro erworben und im Auto nach Deutschland gebracht. „Die Haltung eines Pumas in einer kleinen Wohnung ist nicht nur Tierquälerei, sondern auch gefährlich für Besitzer und Nachbarn. Was jetzt noch klein und niedlich aussieht, entwickelt sich später mal zu einem bis zu 100 Kilo schweren Raubtier. Zudem war sehr bedenklich, dass Tikam nicht mal gegen Tollwut geimpft war, deshalb mussten wir ihn sofort unter Quarantäne stellen und impfen lassen, damit kein Infektionsrisiko besteht“, sagt Florian Eiserlo, Betriebsleiter der Vier Pfoten Großkatzenstation "Tierart". Dort wird der Puma nach der Quarantäne sein neues, artgemäßes Zuhause finden. Eine Auswilderung ist laut Tierorganisation nicht möglich, da Tikam ausschließlich menschlichem Kontakt ausgesetzt war und in freier Natur nicht überlebensfähig wäre.