Bundespolizei
Bundespolizisten haben einen Mann ertappt, der mit einem gefälschten Visum nach Deutschland einreisen wollte.
Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa
Baden-Württemberg
Rechtschreibfehler machen Bundespolizei misstrauisch

Mehrere Rechtschreibfehler in einem angeblichen Einladungsschreiben einer deutschen Universität haben die Bundespolizei am Flughafen Köln-Bonn stutzig gemacht. Ein Mann, der mit einem Flug aus Ankara angekommen war, hatte den Beamten bei der Einreisekontrolle neben seinem türkischen Reisepass ein deutsches Visum für einen längeren Aufenthalt vorgelegt. Dazu präsentierte er eine Einladung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) für Forschungszwecke.

Dass das Schreiben aber eine Reihe von Rechtschreib- und Grammatikfehlern enthielt, machte die Beamten am Dienstag misstrauisch, wie die Bundespolizei berichtete. Als die Polizisten beim KIT nachfragten, bestätigte sich ihr Verdacht: Die Uni hatte das Schreiben nicht ausgestellt, der Mann war dort nicht bekannt.

Visum für 3.000 Euro von Mittelsmann gekauft

Bei seiner anschließenden Vernehmung sagte der 38-Jährige aus, er habe das Visum für 3.000 Euro von einem Mittelsmann gekauft. Dieser habe ihm zudem eine Arbeit als Lkw-Fahrer mit einem Monatsverdienst von 4.700 Euro in Aussicht gestellt. 

Die Bundespolizei leitete gegen den 38-Jährigen Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und der Visums-Erschleichung ein. Die Einreise nach Deutschland wurde ihm verweigert.

© dpa-infocom, dpa:260917-930-700126/1