Nach dem Fund eines toten Säuglings in Renningen
Nach wie vor ist das Ergebnis der Obduktion unklar.(Archiv)
Enrique Kaczor/dpa
Baden-Württemberg
Säugling tot aufgefunden: Spurensuche auch mit 3D-Modell

Auch mehrere Tage nach dem Fund einer Babyleiche in Renningen bei Stuttgart ist unklar, wie der Säugling gestorben ist und ob es sich um einen vermissten Jungen handelt. Die Ermittlungen dauerten auch nach der Obduktion an, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei lediglich mit. Bei der Untersuchung der Leiche sei unter anderem DNA-Material entnommen worden, um das Baby zu identifizieren. Die Ergebnisse der Obduktion und des Abgleichs ständen aber noch aus. 

Die Polizei hatte das tote Kind am Freitag nach einer stundenlangen Suchaktion entdeckt. Nach Einschätzung der Ermittler handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen drei Monate alten Jungen, der in der Nacht zuvor von seinen Eltern als vermisst gemeldet worden war. Er war nach Aussage der Mutter und nach Angaben der Polizei am späten Abend in einem unbeaufsichtigten Moment aus seinem Kinderwagen verschwunden. Lange Zeit war danach unklar, wo das Kind sein könnte. 

Ermittler werten auch Zeugenaussagen aus  

Mit Hilfe von speziellen Vermessungen am Fundort der Leiche wollen Experten des Landeskriminalamts nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein dreidimensionales Modell erstellen. Dadurch könnten sich mögliche Abläufe rekonstruieren lassen, hieß es. Es sei zudem eine Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizei eingerichtet worden. Sie überprüfe unter anderem mehrere Zeugenhinweise

Weiter halten sich die Ermittlungsbehörden auch mit Details beispielsweise zur Auffindesituation der Leiche bedeckt.

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