Amtsgericht Ulm
Den Angeklagten wird mittäterschaftlicher versuchter Mord vorgeworfen. (Symbolbild)
Sina Schuldt/dpa
Baden-Württemberg
Schuss im Dönerladen: Drei junge Männer bald vor Gericht

Nach einem Schuss auf den Inhaber eines Dönerimbisses in Göppingen beginnt am 28. August vor dem Landgericht Ulm der Prozess gegen drei junge Männer. Die Staatsanwaltschaft wirft den 22-, 20- und 19-Jährigen vor, gemeinsam Ende Januar einen Mordversuch begangen zu haben. Der 19-Jährige soll in dem Imbiss einen Schuss auf den Inhaber abgegeben haben. Das Projektil verfehlte ihn. Den drei Angeklagten wird unter anderem versuchter Mord in Mittäterschaft vorgeworfen, wie das Landgericht mitteilte.

Die Männer sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit einer weiteren Person von München in den Raum Göppingen gefahren sein. Der 22-Jährige soll den 19-Jährigen in die Nähe des Imbisses gebracht haben. Nach dem Schuss sollen die Angeklagten geflohen sein. Für den Prozess sind zwölf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte Mitte Dezember fallen.

Mutmaßlicher Auftragsmörder

Auch ein mutmaßlicher Auftragsmörder soll es auf den Imbissbesitzer abgesehen haben. Ein 38-Jähriger soll sich im Februar bereit erklärt haben, den Mann bei einem sogenannten Drive-by-Shooting aus einem fahrenden Auto heraus zu töten. Er soll dafür mit einem vollautomatischen Sturmgewehr, einer halbautomatischen Schusswaffe und insgesamt 53 Patronen unterwegs gewesen sein.

Der mutmaßliche Auftragsmörder wurde auf dem Weg nach Göppingen jedoch gestoppt. Der Fahrer soll versucht haben, einer Kontrolle zu entkommen, und sei auf der Autobahn 6 gegen eine Leitplanke gefahren, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Der 38-Jährige wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Gegen ihn wurde unter anderem wegen des Verdachts der Verabredung zum Mord Anklage erhoben. Er hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

© dpa-infocom, dpa:260820-930-556785/1