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Auf der A5 bei Karlsruhe kommt es aufgrund der Baustellensituation oft zu kilometerlangen Staus.
Auf der A5 bei Karlsruhe kommt es aufgrund der Baustellensituation oft zu kilometerlangen Staus. © Symbolbild: dpa
02.08.2013

Sechs Tote auf A5: Verkehr an Baustelle wird nun stärker überwacht

Karlsruhe. Die Baustellensituation zwischen der Anschlussstelle Karlsruhe-Durlach und dem Dreieck Karlsruhe und die dadurch bedingte tägliche Staubildung haben in den letzten Monaten auf der A 5 zu vielen Unfällen geführt.

Hiervon besonders betroffen ist der Abschnitt zwischen Bruchsal und Karlsruhe-Mitte, wo die Unfälle zwischen April und Juni gegenüber demselben Vorjahreszeitraum von 180 auf 290 um weit über die Hälfte zugenommen haben.

So kam es hier zu zwei tragischen Verkehrsunfällen mit sechs Toten. Die Zahl der Schwerverletzten verdreifachte sich von zwei auf sechs, die der Leichtverletzten verdoppelte sich von 18 auf 36.

Um in diesem Bereich die Verkehrsteilnehmer hinsichtlich gefahrener Geschwindigkeit, Abstandsverhalten und ablenkenden fahrfremden Tätigkeiten zu sensibilisieren, hat das Autobahnpolizeirevier Karlsruhe - neben der Durchführung eines professionellen und intelligenten Staumanagements - gleich mehrere Maßnahmen getroffen.

So werden durch die Kontrollgruppen verstärkt Überwachungsmaßnahmen unter Einsatz ziviler Videofahrzeuge sowie Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen im Bereich zwischen Kronau und Karlsruhe durchgeführt. Gleichzeitig wird der Abschnitt mit einem zivilen Wohnmobil bestreift, mit dem die Polizeibeamten ablenkende fahrfremde Aktivitäten im Bild festhalten und ahnden. Dies gilt insbesondere für den Schwerverkehr, aber auch für Autofahrer.

Zu den ablenkenden Tätigkeiten zählt zum Beispiel das Benutzen von Mobiltelefonen oder auch das Lesen von Frachtbriefen; bei auffälliger Fahrweise sind aber auch andere Tätigkeiten mit Bußgeld bewehrt.

Der Autobahnabschnitt zwischen Bruchsal und Karlsruhe zählt mit zu den am stärksten befahrenen Strecken in Deutschland. Fahrbahnsanierungen sind zum Erhalt der Straßen zwingend erforderlich. Rückstaus lassen sich auch unter Einbeziehung aller Erfahrungswerte und Durchführung aller erdenklichen Maßnahmen im Staumanagement nie ausschließen.

Zur Minimierung der Unfallrisiken bittet die Autobahnpolizei die Verkehrsteilnehmer nachdrücklich, die eingerichteten Geschwindigkeitsbegrenzungen zu beachten, einen sicheren Abstand einzuhalten und auch mit dem Fehlverhalten anderer zu rechnen.

Um sicher, stressfrei und unbeschadet an seinen Zielort zu kommen, ist es außerdem unerlässlich, genügend Zeit und Geduld mitzubringen und im Verkehr aufeinander Rücksicht zu nehmen.

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