Heilbron. Sie kamen in den frühen Morgenstunden. Rund 200 Einsatzkräfte der Polizei durchsuchten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Verdachts des versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung am 9. März an einer Moschee in Lauffen am Neckar unter anderem zehn Objekte im Raum Heilbronn sowie im Neckar-Odenwald-Kreis.
Die Maßnahmen richten sich gegen fünf türkische sowie einen syrischen Staatsbürger im Alter von 19 bis 30 Jahren. Diese stehen im Verdacht, an dem Brandanschlag auf eine Moschee in Lauffen beteiligt gewesen zu sein. Gegen einen 23 Jahre alten türkischen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Fünf weitere Personen wurden zunächst vorläufig festgenommen.
Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial wie schriftliche Unterlagen, Mobiltelefone, mehrere PC und digitale Speichermedien sichergestellt, welches nun auszuwerten ist.
Im Fall des Brandanschlages vom 9. März hatten die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am 10. März in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Heilbronn die weiteren Ermittlungen wegen Verdacht des versuchten Mordes übernommen. Zur Tatzeit hatten der Imam der Moschee und dessen Frau in dem neben dem betroffenen Raum liegenden Zimmer geschlafen.
Die heute erfolgten Einsatzmaßnahmen sind das vorläufige Ergebnis der seither mit Hochdruck geführten intensiven Ermittlungen der gemeinsamen Ermittlungsgruppe von Landeskriminalamt Baden-Württemberg und Polizeipräsidium Heilbronn. Am Einsatz unter der Leitung des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg waren auch Kräfte des Polizeipräsidiums Heilbronn und Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz beteiligt.

