Die finanziell angeschlagene Spedition Betz International mit ihren zuletzt 140 Beschäftigten setzt auf eine Sanierung im Insolvenzverfahren. Zum 1. Juni werde das Verfahren eröffnet und das Unternehmen aus Sonnenbühl (Kreis Reutlingen) in Baden-Württemberg befinde sich damit in einem strukturierten Sanierungsprozess, teilte die Geschäftsführung mit. Demnach werden derzeit Gespräche mit potenziellen Investoren geführt. «Das Interesse am Unternehmen und an einer Fortführung des Geschäftsbetriebs ist vorhanden.»
Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei ein wichtiger Schritt, um die Sanierung strukturiert und transparent voranzutreiben. Der Fokus liege klar auf der Fortführung, der Sicherung von Arbeitsplätzen sowie dem Erhalt der langjährigen Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Bei dem Unternehmen sind nach einem Bericht des «Reutlinger Generalanzeiger» vom April aktuell 72 Fahrzeuge im Einsatz. Die Auftragslage sei gut, wurde damals Geschäftsführer Sven Hess von der Zeitung zitiert.
Mit dem Insolvenzantrag hatte Betz International Anfang April auf eine Kombination aus konjunktureller Schwäche und beispielloser Kostenexplosion im Logistiksektor reagiert – und nach einer Phase intensiver Bemühungen, den Betrieb in einem historisch schwierigen Marktumfeld zu stabilisieren.
Veröffentlichung im Insolvenzregister
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