Produktion bei Stahl
Stahl will sich neu aufstellen. (Archivbild)
Bernd Weißbrod/dpa
Baden-Württemberg
Stahl verlässt Arbeitgeberverband – Individualkurs im Fokus

Das Explosionsschutz-Unternehmen Stahl will sich für die Zukunft neu aufstellen und tritt aus dem Arbeitgeberverband Südwestmetall aus. «Wir müssen die Verantwortung für unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen», sagte der Vorstandsvorsitzende Claus Bischoff in einer Mitteilung des börsennotierten Mittelständlers mit Sitz in Waldenburg (Hohenlohekreis). Das Unternehmen müsse sich in einer hochspezialisierten Nische behaupten, in der sich das Markt- und Wettbewerbsgeschehen abrupt nach Asien und Amerika verschoben habe. 

«Um hier bestehen zu können, brauchen wir schnelle, internationale und individuelle Lösungen im Personalwesen. Flächentariflösungen können uns hierbei nicht ausreichend unterstützen», sagte er. 

Eigenen Angaben zufolge ist Stahl einer der führenden Anbieter für den elektrischen Explosionsschutz. Das Technologieunternehmen stellt zum Beispiel Schalter und Leuchten her, die entweder keine elektrischen Funken erzeugen oder diese vor explosiven Gas-Luft-Gemischen abschirmen. Die Kunden kommen beispielsweise aus der Öl- und Gasindustrie sowie der Pharma- und Chemiebranche. Bei Stahl sind knapp 1.700 Menschen beschäftigt. Im Jahr 2024 hatte das Unternehmen einen Umsatz von rund 344 Millionen Euro erwirtschaftet.

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