Nach der Festnahme von zwei Männern, die in Polen einen Brandanschlag auf die Bodenstation des Satellitennetzes Starlink verübt haben sollen, sitzt das Duo in Untersuchungshaft. Gegen die beiden türkischen Staatsangehörigen im Alter von 35 und 38 Jahren habe das Amtsgericht Nürtingen die bestehenden Europäischen Haftbefehle eröffnet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das baden-württembergische Landeskriminalamt mit. Wird dann ein Auslieferungsverfahren in Gang gesetzt, wandert der Fall an das Oberlandesgericht.
Dem Duo wird von Polen laut Mitteilung vorgeworfen, am 23. September 2026 für einen ausländischen Geheimdienst in Polen einen Brandanschlag auf ein Terminal eines Satelliteninternetdienstes verübt zu haben. Die Regierung in Warschau vermutet nach eigenen Angaben, dass russische Geheimdienste hinter dem Feuer stehen.
«Auf Antrag der polnischen Geheimdienste hat die deutsche Polizei zwei türkische Staatsbürger festgenommen, die verdächtigt werden, die Starlink-Station in Masowien angezündet zu haben», schrieb Polens Regierungschef Donald Tusk auf X. Die mutmaßlichen Saboteure würden sich vor der polnischen Justiz verantworten müssen.
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