Nach der mutmaßlichen Swingerparty im Mannheimer Rathaus von Stadtrat Julien Ferrat (Die Mannheimer) hält Oberbürgermeister Christian Specht ein Ordnungsgeld von 750 Euro für angemessen. Der CDU-Politiker moniere eine Pflichtverletzung, berichtete der «Mannheimer Morgen». Der 35-jährige Stadtrat kann darauf schriftlich reagieren. Der Gemeinderat muss am Ende über Sanktionen entscheiden. Dies soll in öffentlicher Sitzung geschehen.
«Das Rathaus ist ein Verwaltungsgebäude. In einem solchen Gebäude sexuelle Handlungen vorzunehmen, stellt eine grobe Zweckentfremdung dar», heißt es in Spechts Schreiben, das der Zeitung nach deren Angaben vorliegt. Dies und Ferrats öffentliches Zelebrieren der «Swingerparty» bedeute «eine gröbliche Verletzung Ihrer allgemeinen Treuepflicht». Ein Sprecher der Stadtverwaltung wollte sich dazu auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht äußern.
Ferrat sieht dem Bericht zufolge keinen Verstoß. Notfalls wolle er sich mit juristischen Schritten wehren, schreibt der «Mannheimer Morgen».
Pläne für FKK-Swinger-Paradies in Mannheim
Der Stadtrat hatte Ende August mitgeteilt, dass aus einem genehmigten «kommunalpolitischen Stammtisch» im Rathaus eine «politische Swingerparty» geworden sei. Sieben Männer und zwei Frauen sollen demnach teilgenommen haben. Die Stadt hatte Ferrat zuvor ausdrücklich schriftlich darauf hingewiesen, dass der Raum nicht für Nacktveranstaltungen oder Swingerpartys genutzt werden dürfe. Ferrat spricht von einer «politischen Protestaktion».
Der Stadtrat will in Mannheim ein FKK-Swinger-Paradies errichten. Ein solches würde jährlich Millionen in die Stadtkasse spülen - seine Pläne stünden also in Zusammenhang mit seinem kommunalpolitischen Mandat, so Ferrat.
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