nach oben
Foto: Symbolbild
Tierversuche © dpa
Tierversuche an affen in tübingen zunächst weiter erlaubt © Symbolbild: Picture Alliance
16.01.2015

Tierversuche an Affen in Tübingen zunächst weiter erlaubt

Tübingen. Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik darf vorerst ohne Einschränkungen weiter Tierversuche machen. Eine Prüfung durch das Regierungspräsidium hatte keine Verfehlungen nachgewiesen. Damit behält das Max-Planck-Institut erst einmal alle Genehmigungen für seine Hirnforschung an Affen.

Nur in einem Fall habe man überlegt, ob eine Genehmigung widerrufen werden sollte, heißt es in einer Mitteilung am Freitag. Man habe sich dann aber dagegen entschieden, weil das Institut die betreffenden Versuche sowieso einstellt. «Bei anderen Genehmigungen liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, die unbeschadet der weiteren Untersuchungen und Ermittlungen einen sofortigen Widerruf rechtfertigen würden», teilte das Regierungspräsidium mit. Das Ergebnis sei nur ein Zwischenstand. Die Überprüfungen dauerten noch an.

Das Institut in Tübingen war im Herbst nach einem Fernsehbericht in die Kritik geraten. Es ging um Bilder, die ein Tierschützer mit versteckter Kamera gemacht haben soll. Im Film waren unter anderem Affen mit offenen Wunden zu sehen, einige Tiere übergaben sich. Die Max-Planck-Gesellschaft hatte danach die Vorwürfe zurückgewiesen, zugleich aber auch Verbesserungen im Institut angekündigt.

Nach der Kritik an den Affenversuchen in Tübingen gingen bei der Staatsanwaltschaft mehrere Anzeigen ein. Wie damit weiter verfahren werde, sei aber erst in ein paar Wochen klar, hatte ein Sprecher der Behörde mitgeteilt. Solange dauerten die üblichen Vorermittlungen. Eine Anzeige gegen das Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik stammt von der Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche, wie Tierschützer verschiedener Organisationen mitteilten.