Marihuana
Fünf Kilo Marihuana stellte die Ludwigsburger Polizei in Möglingen sicher. 

Über fünf Kilo Marihuana in Asylbewerberheimen sichergestellt - vier Dealer in Haft

Ludwigsburg/Möglingen. Den Ermittlern des Ludwigsburger Rauschgiftdezernats ist ein Schlag gegen die Drogenszene gelungen. Bei einer Durchsuchungs- und Festnahmeaktion stellte die Polizei in zwei Asylbewerberunterkünften in Möglingen rund fünfeinhalb Kilo Marihuana und mehrere Tausend Euro mutmaßliches Dealergeld sicher.

Vier tatverdächtige Asylbewerber aus Gambia im Alter zwischen 18 und 37 Jahren wurden festgenommen. Nach einem weiteren 29-Jährigen wird gefahndet.

Seit Oktober hatte die Kriminalpolizei Hinweise auf einen schwunghaften Handel mit Marihuana und Kokain erhalten, der offensichtlich von mehreren Personen aus den Asylbewerberheimen organisiert wurde. Im Verlauf der folgenden, mitunter verdeckt geführten Ermittlungen, konnten fünf Tatverdächtige identifiziert werden. Nachdem sie am Donnerstag Nachmittag einen 27-Jährigen beim Verkauf von rund 150 Gramm Marihuana beobachtet hatten, schlugen die Fahnder zu.

In den Unterkünften in der Ludwigsburger Straße und in der Siemensstraße nahmen sie neben dem 27 Jahrigen zwei 18 und 25 Jahre alte Männer vorläufig fest. Nachdem sie zunächst eine kleinere Menge bereits verkaufsfertig portioniertes Marihuana entdeckt hatten, stießen die Ermittler in einem zunächst verschlossenen Spind auf mehr als fünf Kilo der Droge. Noch am Nachmittag konnte mit einem 37-Jährigen ein vierter Tatverdächtiger in Bad Rappenau festgenommen werden.

Alle Vier wurden am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart dem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt, der Haftbefehl gegen sie erlassen und sie in Justizvollzugsanstalten eingewiesen hat.