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Insgesamt ist die Zahl sexueller Übergriffe in Baden-Württemberg durch Migranten in den vergangenen zwei Jahren gestiegen. Symbolbild: dpa
Insgesamt ist die Zahl sexueller Übergriffe in Baden-Württemberg durch Migranten in den vergangenen zwei Jahren gestiegen. Symbolbild: dpa
18.07.2017

Übergriffe von Migranten gegen Frauen häufen sich

Die Stadt Schorndorf will nach Krawallen und sexuellen Übergriffen auf junge Frauen ihr Stadtfest mit mehr Polizei sichern, kündigte der Aalener Polizeipräsident Roland Eisele an. Bei dem Stadtfest östlich von Stuttgart wurden in der Nacht zum Sonntag Festgäste und Polizisten aus einer Ansammlung von rund 1000 jungen Menschen im Schlosspark heraus angegriffen. Außerdem wurden laut Polizei zwei Frauen von Flüchtlingen begrapscht. Als tatverdächtig gelten drei junge Afghanen und ein junger Iraker. Aber: Alle Männer seien auf freiem Fuß, es sei kein Haftbefehl erlassen worden.

„Die Polizei hatte die Situation nicht immer im Griff“, räumte Eisele ein. Aber: „Ein Ausnahmezustand ist für mich etwas anderes.“ In beiden Fällen sei Alkohol im Spiel gewesen ebenso wie bei den Angriffen im Schlosspark, wo der Anteil an Migranten in der Menschenmenge nicht überdurchschnittlich gewesen sei. „Alkohol ist ein Gewalttransmitter. Die Leute haben sich nicht mehr im Griff“, so Eisele.

Derweil gab es laut Polizei auch bei einem Open-Air-Festival in Reutlingen und bei einem Fest in Böblingen sexuelle Übergriffe. In Böblingen wurde eine Gruppe betrunkener afghanischer Asylbewerber am Samstagabend am Rande eines Holi-Festivals aggressiv. Laut Polizei meldeten sich mehrere junge Frauen, die aus der Gruppe unsittlich berührt und sexuell beleidigt worden waren. In Reutlingen wurde laut Polizei am Freitagabend eine 23-Jährige in eine tanzende Menschenmenge gestoßen, von zwei Männern festgehalten und von einem dritten begrapscht. Alle drei sollen dunklen Teint und dunkle Haare haben.

Insgesamt ist die Zahl sexueller Übergriffe in Baden-Württemberg durch Migranten in den vergangenen zwei Jahren gestiegen. Nach Auskunft des Landesinnenministeriums gab es im vergangenen Jahr 5406 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (2015: 5447), davon 803 (2015: 817) Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen. Davon wurden 482 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (2015: 256) und 120 Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen (2015: 70) von Asylbewerbern und Flüchtlingen begangen.

Im Vergleich zum Jahr 2015 hat sich laut dem Innenministerium die Anzahl der tatverdächtigen Asylbewerber und Flüchtlinge bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung auf 480 (236) Tatverdächtige nahezu verdoppelt. Hierbei überwiegen afghanische Staatsangehörige mit 87 Tatverdächtigen (2015: 19) und syrische Staatsangehörige mit 85 Tatverdächtigen (2015: 22).

Bei Beleidigungen auf sexueller Grundlage erhöhte sich die Anzahl der Tatverdächtigen um 116,8 Prozent auf 362 (2015: 167). Auch hier überwiegen Syrer und Afghanen.

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