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08.10.2012

Vater und Sohn in Wohnung erstickt

Gunningen. Für einen 48 Jahre alten Mann und dessen 17 Jahre alten Sohn endete das gemeinsam verbrachte Wochenende auf tragische Weise. Beide wurden von der Polizei am Sonntagabend tot in der Wohnung des Vaters aufgefunden.

Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Tuttlingen liegen keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen, beziehungsweise Fremdverschulden vor. Vieles deute vielmehr daraufhin, dass die beiden an einer Kohlenmonoxidvergiftung zu Tode gekommen sein dürften. Ursächlich hierfür könnte die Benutzung eines alten, mit Holz und Kohle betrieben, Küchenherdes sein.

Zur Eindeutigen Feststellung der Todesursachen und der Umstände, die zum Tod von Vater und Sohn geführt haben, hat die Staatsanwaltschaft Rottweil die Obduktionen beider Leichen angeordnet, sowie einen Sachverständigen zur Begutachtung des Befeuerungsstellte angefordert. Bis zum Abschluss deren Untersuchungen lassen sich deshalb noch keine konkreten Aussagen treffen.

Der 48 Jahre alte Vater lebte von seiner Ehefrau getrennt und wohnte alleine in einem älteren, angemieteten Bauernhaus in der Bergstraße. Über das Wochenende war sein Sohn bei ihm zu Besuch. Als der Sohn am Sonntag nicht wie üblich zu seiner Mutter nach Hause zurückgekehrt war, machte sich diese große Sorgen, zumal sie zuvor schon mehrfach vergebens versucht hatte, beide per Telefon zu erreichen.

Am Abend teilte sie ihre Sorgen schließlich der Polizei mit. Auch von Seiten des Polizeireviers Spaichingen wurde zunächst versucht mit beiden einen telefonischen Kontakt herzustellen. Nachdem auf diese Weise keine Lebenszeichen von beiden zu erhalten waren, suchte die Polizei gegen 21 Uhr das Wohnhaus auf.

Weil sich niemand rührte und auch niemand öffnete, ließ die Polizei über den Hauseigentümer und Vermieter des Bauernhauses die Haustür öffnen. Im Wohnzimmer fanden die Polizisten Vater und Sohn tot vor. Für beide kam jegliche Hilfe zu spät.