Nach dem Warnstreik bei Bussen und Bahnen zum Wochenstart dürfte es in Baden-Württemberg erst einmal keine weiteren Stillstände geben. Die Gewerkschaft Verdi warnt aber zugleich: Die laufenden Tarifgespräche für den öffentlichen Nahverkehr könnten das schnell ändern.
«Wir sind aktuell nicht in der Planung, dass wir weitere Streiktage durchführen werden», sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Er warnte dennoch vor weiteren Warnstreiks: «Das steht und fällt natürlich tatsächlich mit den Verhandlungen», sagte er.
Seit den Morgenstunden hat die Gewerkschaft nach eigenen Angaben den kommunalen Nahverkehr in den größeren baden-württembergischen Städten lahmlegt. Mit der ganztägigen Arbeitsniederlegung will sie sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen. Hunderttausende Menschen sind landesweit betroffen. Gestreikt wird in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. Dort bleiben Busse und Straßenbahnen nach dem Willen der Gewerkschaft weitgehend in den Depots.
Auch bundesweit ist der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) in zahlreichen Regionen durch Warnstreiks zum Erliegen gekommen. Betroffen sind nahezu alle 16 Bundesländer, wie Verdi mitteilte.
Verdi will Druck erhöhen
Der Warnstreik ist Teil der laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr. Verdi will mit dem Ausstand den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. In Baden-Württemberg arbeiten rund 6.700 Menschen in diesem Bereich. Für sie verhandelt Verdi mit dem hiesigen Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV).
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