Zoll-Überprüfung von Arzneimitteln auf illegale Substanzen
Die Produkte stellen laut Regierungspräsidium ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.
Uli Deck/dpa
Baden-Württemberg
Von wegen Arzneimittel: Was der Zoll in Paketen entdeckt

Ob sogenannter Potenzhonig oder gefälschte Schönheitspräparate: Der Zoll fischt immer wieder vermeintliche Arzneimittel mit hohem Gesundheitsrisiko aus der Post. Allein im vergangenen Jahr überprüfte das dafür landesweit zuständige Regierungspräsidium Karlsruhe aufgrund von Zollanfragen nach eigenen Angaben rund 1.700 Produkte.

Zoll-Überprüfung von Arzneimitteln auf illegale Substanzen
Der Zoll fischt immer wieder vermeintliche Arzneimittel aus der Post.
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Es gehe dabei um gefälschte Arzneimittel oder Lebensmittel, die nicht deklarierte Wirkstoffe enthalten und damit als Arzneimittel eingestuft werden. «Diese Produkte stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, insbesondere für Personen mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzleiden», erklärte das Regierungspräsidium. «Da Produktangaben fehlen, sind Verbraucherinnen und Verbraucher einem erheblichen Risiko durch Überdosierung und Nebenwirkungen ausgesetzt.»

Potenzsteigernde Schokolade und gefälschte «Abnehmspritzen»

Der Zoll hält verdächtige Pakete auf, die aus Drittstaaten nach Deutschland kommen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe als landesweit zuständige Behörde prüft mit dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe, ob Produkte unter das Arzneimittelgesetz fallen. So soll verhindert werden, dass diese an Empfängerinnen und Empfänger geliefert werden. 

Zoll-Überprüfung von Arzneimitteln auf illegale Substanzen
Allein im vergangenen Jahr überprüfte das Regierungspräsidium Karlsruhe rund 1.700 Produkte.
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Die sichergestellten Sendungen lassen sich nach Angaben der Behörden in zwei Hauptgruppen einteilen: Zum einen gehe es um potenzsteigernde Mittel mit den nicht angegebenen Wirkstoffen Sildenafil oder Tadalafil. Diese würden unter Namen wie «Horny Performance Chocolate», «Jaguar Power» oder «Secret Miracle Honey» als Lebensmittel vermarktet. Zum anderen stünden sogenannte Schlank- und Abnehmprodukte im Visier. Gefälscht würden vor allem Botox-Präparate und «Abnehmspritzen».

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