Fake Gewinnspiel Facebook
So sieht das "Gewinnspiel" aus, das seit dem Wochenende im Internet kursiert. Doch Vorsicht: Es handelt sich um kein wirkliches Gewinnspiel.

Vorsicht vor Datensammlern: Falsches Gewinnspiel lockt mit Freikarten für den Europa-Park

Rust. „Danke für meine Tickets!“ – so der Köder der vermeintlichen Datensammler, die hinter dem per Facebook und Whatsapp verbreiteten Gewinnspiel stehen. So gebe es angeblich acht Freikarten pro Familie für den Europa-Park zu gewinnen. Doch hat der Parkbetreiber nach eigenen Angaben mit diesem Gewinnspiel nichts zu tun und warnt gar davor, persönliche Daten preiszugeben.

„Wir bitten unsere Fans, auf keinen Fall an diesen Fake-Gewinnspielen teilzunehmen und diese auch nicht mit Ihren Freunden zu teilen oder diese darüber zu informieren, nicht daran teilzunehmen“, so die offizielle Stellungnahme der Europa-Park GmbH & Co Mack GK, die den Freizeitpark nahe Rust betreibt. Auf Nachfrage von PZ-news heißt es weiter: „Der Europa-Park steht in keiner Verbindung zum Seitenbetreiber und zu diesen Gewinnspielen. Es handelt sich um eine Phishing Aktion, bei der persönliche Daten gesammelt und verkauft werden.“

Gewinnspiele dieser Art sind leider keine Seltenheit, wie Nutzer sozialer Medien wissen. In gewisser Regelmäßigkeit werden immer wieder Freikarten für Events, Aktionen oder eben wie in diesem Fall den Europa-Park verschickt. Laut Verbraucherschutz-Seiten wie Onlinewarnungen.de oder Mimikama.at handele es sich dabei um nichts anderes als die moderne und digitale Variante des klassischen Kettenbriefs. Dabei würden derartige "Gewinnspiele" zumeist den gleichen drei Schritten folgen.

Ähnlicher Aufbau 

An erster Stelle stehe dabei der Köder. Im aktuellen Fall werden Nutzer mit Gewinnversprechungen für Freikarten gelockt, die den angeblich kostenlosen Besuch des Europa-Parks erlauben. Folgt man dem angegebenen Link, landet man auf einer externen Internetseite, die mit einem Quiz aufwartet. Die Beantwortung der Fragen durch den Nutzer spiele allerdings keine Rolle, da am Ende immer eine Gewinnbestätigung erscheine, wie es auf der Verbraucherschutz-Seite weiter heißt. Diese Bestätigung bilde somit den eigentlichen Übergang zum Ziel der Verteiler, die sich innerhalb einer juristischen Grauzone befinden.

Bevor man den angeblichen Gewinn erhalten könne, sei es nötig, zu „Viralitätszwecken“ den Beitrag auf Facebook zu teilen. Am Ende der "Phising-Kette" stehe schließlich die Generierung des Gewinns für deren Anbieter. Klickt man auf "Teilen", so landet man in einem "Affiliate", einem Programm, das denjenigen mit iner Provision belohne, der es auf seiner Internetseite eingebettet habe.

Um sich vor derartigen Machenschaften zu schützen, ist es immer empfehlenswert, Gewinnversprechungen zu hinterfragen und auf bestimmte Anzeichen zu achten, die dafür sprechen, dass es sich um Phising und nicht  ein offizielles Gewinnspiel handelt. So sind im Rahmen eines tatsächlichen Gewinnspiels immer Impressum und Teilnahmebedingungen angegeben.