Stuttgart. Schon in den frühen Morgenstunden sind die Warnstreiks des öffentlichen Dienstes am Donnerstag in Stuttgart spürbar gewesen.
Seit Betriebsbeginn standen die Bahnen und Busse der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) still, die sich auch den ganzen Tag über nicht mehr bewegen sollten. Erst am Freitag sollte sich der Betrieb wieder normalisieren. Durchschnittlich zählt der SSB eigenen Angaben zufolge täglich 500 000 Fahrten. Die Stuttgarter S-Bahn, die planmäßig weiterfährt, rechnet mit vielen zusätzlichen Fahrgästen. Weitere Züge könne man aber nicht einsetzen, da die Infrastruktur zu den Hauptverkehrszeiten bereits maximal ausgelastet sei, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Im Stuttgarter Zentrum fährt die S-Bahn in diesen Zeitspannen im Zweieinhalb-Minuten-Takt.

Warnstreik im öffentlichen Dienst
Auch die meisten Kitas, mehrere Hallenbäder und Stadtverwaltungen sollten am Donnerstag in Stuttgart geschlossen bleiben. In den Krankenhäusern waren Einschränkungen des Betriebs angekündigt. Im Tarifstreit fordern die Gewerkschaften für Beschäftigte von Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat.

