Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg sieht eine weitere Umfrage die Grünen im Aufwind – und die CDU weiter an der Spitze der Wählergunst. Wäre bereits an diesem Sonntag Landtagswahl, kämen die Grünen auf 21 Prozent der Stimmen, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag des Nachrichtenportals «Nius» hervorgeht. Im Vergleich zur letzten Erhebung des Instituts im Oktober, die im Auftrag der «Schwäbischen Zeitung» durchgeführt wurde, gewinnen die Grünen vier Prozentpunkte hinzu.
Leichte Verluste im Vergleich zur Umfrage im Oktober müsste die derzeit führende CDU hinnehmen. Sie käme laut Insa auf 29 Prozent, zwei Prozentpunkte weniger als im Oktober. Sie wäre aber weiter deutlich stärkste Kraft. Die Wahl in Baden-Württemberg findet am 8. März statt.
Ähnliche Ergebnisse auch bei anderer Umfrage
Ähnliche Ergebnisse hatte in der vergangenen Woche auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von SWR und «Stuttgarter Zeitung» erbracht. Diese Erhebung sah die Grünen mit 23 Prozent drei Prozentpunkte stärker als bei der letzten Erhebung im Oktober. Die CDU kam unverändert auf 29 Prozent.
Die AfD hält sich in der aktuellen Insa-Umfrage stabil bei 20 Prozent, die SPD verliert einen Punkt und landet bei 10 Prozent. Die FDP muss der Umfrage zufolge um den Einzug in den Landtag bangen: Sie käme derzeit auf fünf Prozent und verliert zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Oktober. Die Linke läge unverändert bei sieben Prozent und würde damit erstmals in den Landtag einziehen.
Für die repräsentative Umfrage wurden 1.000 Menschen in Baden-Württemberg zwischen dem 20. und 27. Januar befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei rund drei Prozentpunkten. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
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