Weltkriegsbombe in Stuttgart
Die Weltkriegsbombe wurde bei Baggerarbeiten gefunden.
Andreas Rosar/dpa
Baden-Württemberg
Weltkriegsbombe in Stuttgart entschärft

Die in Stuttgart gefundene Weltkriegsbombe ist entschärft. Das teilte die Polizei mit. Der evakuierte Bereich sei wieder freigegeben worden, rund 6.000 Menschen dürften in ihre Häuser und Wohnungen zurück. 

Der 500-Kilo-Blindgänger war den Angaben zufolge bei Baggerarbeiten gefunden worden. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Durch das betroffene Gebiet verlaufen auch eine Bahn- und eine Buslinie. Sobald die Entschärfung beginne, können auch keine Bahnen und Busse mehr fahren, hatte die Polizei mitgeteilt.

Am späten Nachmittag hatten die Einsatzkräfte mit der Evakuierung begonnen. Kurz vor 20 Uhr war sie abgeschlossen. «Der Kampfmittelbeseitigungsdienst bereitet sich vor Ort auf die in Kürze startende Entschärfung der Weltkriegsbombe vor», hieß es.

In einem Umkreis von 500 Metern um den Fundort war die Bevölkerung nach Angaben der Feuerwehr aufgerufen worden, ihre Wohnungen zu verlassen. 

Für betroffene Anwohner wurde eine Betreuungsstelle an der Carl-Benz-Schule eingerichtet. Die Polizei zeigte sich optimistisch, dass die Entschärfung vor Anbruch der Nacht beendet sei.

Bombenfunde in Pforzheim

Im September 2022 wurde eine Panzerabwehrrakete von einem Spaziergänger am Davosweg in Pforzheim entdeckt. Der Bereich ist damals weitläufig abgesperrt worden und die Rakete musste kontrolliert gesprengt werden, da sie nicht transportiert werden konnte. Circa 40 Personen im Bereich der Friedensstraße 85-91, der Prinz-Wilhelm-Straße 4-8 und der Winsloestraße 4-7 wurden damals evakuiert und konnten sich während der Sperrung auf eigenen Wunsch in einem von der Feuerwehr zur Verfügung gestellten Bus aufhalten.

Auch 2019 kam es zu einem Bombenfund, der Pforzheim in Atem gehalten hat. In der Südoststadt wurde eine 500-Kilo-Bombe entdeckt und entschärft. Bei der Bombe handelte es sich um eine amerikanische Fliegerbombe vom Typ ASP 1000. Ein erster Luftangriff der Amerikaner erfolgte am 1. April 1944. Eventuell stammt die Bombe aus dieser Zeit.

Nach Angaben der Stadt waren damals 4000 Bewohner von der Evakuierung betroffen. Besonders brisant: Wäre der Fundort nur ein Stück weiter nördlich gewesen, wäre auch das Helios Klinikum in den Evakuierungsradius gefallen.

© dpa-infocom, dpa:250710-930-782236/5

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