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20.06.2012

Zoff in der Narrenzunft endet mit tödlichem Messerstich

Tübingen. Nichts ist so ernsthaft wie die Fastnacht. Zumindest dann, wenn im Verein über das richtige Faschingstreiben diskutiert wird. Dass so etwas tödlich endet, ist jedoch die Ausnahme. In Starzach (Kreis Tübingen) starb durch einen fatalen Zoff über die Narrenzunft ein 46-jähriger Mann durch einen Messerstich seiner 26 Jahre alten Frau.

Nach dem tödlichen Messerangriff hat die Staatsanwaltschaft Tübingen Anklage gegen die Ehefrau erhoben. Der Tatvorwurf lautet auf Totschlag. Im Anschluss an einen Fastnachtsumzug soll die betrunkene Rottenburgerin in der Wohnung ihrer Eltern in Starzach mit ihrem Mann einen heftigen Streit über eine "vereinsinterne Frage der Narrenzunft" gehabt haben. Während der Auseinandersetzung am 15. Januar 2012 griff sie laut Anklage zu einem großen Küchenmesser und rammte es ihrem Mann in die Brust.

Trotz Wiederbelebungsversuchen durch einen Notarzt starb der 46-Jährige an der schweren Verletzung. "Nach Abschluss der Ermittlungen kann im Hinblick auf ihre erhebliche Alkoholisierung und ihre psychische Erregung nicht ausgeschlossen werden, dass die Angeschuldigte in ihrer Steuerungsfähigkeit eingeschränkt war", heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Sie selbst habe ausgesagt, der Mann sei ihr "in das Messer gelaufen". Dies sei jedoch aus medizinischer Sicht unwahrscheinlich. Die Angeklagte sitzt seit Mitte Januar 2012 in Untersuchungshaft. dpa

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