Marie-Louise Eta kann sich Hoffnungen auf ein dauerhaftes Engagement als Cheftrainerin der Männermannschaft des 1. FC Union Berlin machen. «Zum jetzigen Zeitpunkt wäre das nicht sinnvoll, irgendwas auszuschließen. Wir haben grundsätzlich einen Plan, wie es dann auch weitergeht. Aber das werden wir dann sehen», sagte Geschäftsführer Horst Heldt über die Planungen des Fußball-Bundesligisten.
Eta war am späten Samstagabend als Nachfolgerin von Steffen Baumgart zur Cheftrainerin der Eisernen befördert worden. Die 34-Jährige ist die erste Frau in diesem Amt bei einem Bundesligisten. Zuvor war sie Trainerin der U19-Junioren von Union.
Das Engagement ist vorerst auf die restlichen fünf Partien im Saisonschlussspurt befristet. Auf Tabellenplatz elf haben die Berliner sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sitzt Eta gegen den VfL Wolfsburg erstmals als Chefin auf der Bank.
Bei Frauen-Team eingeplant
2023 war Eta bereits als Interims-Assistentin der Männer-Auswahl eingesprungen. Für die kommende Saison soll sie eigentlich die Frauen-Auswahl als Cheftrainerin in der Bundesliga übernehmen. Heldt fügte an, dass es noch keine Gespräche mit Frauen-Geschäftsführerinnen Jennifer Zietz zur neuen Personalsituation gegeben habe. Entweder er oder Zietz müssten sicher einen neuen Chefcoach für die kommende Saison präsentieren, sagte der 56-Jährige und ließ alles offen.

Zugleich versicherte Heldt, dass die Personalplanungen bald anlaufen. «Es macht auch gar keinen Sinn, jetzt vier Wochen ins Land zu streichen und keine Gespräche zu führen. Das werden wir sicherlich jetzt aber in der Ruhe dann auch irgendwann mal angehen», sagte er.
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