Der FC Bayern muss vorerst ohne die verletzten Offensivstars Serge Gnabry und Ismael Saibari planen. Wie die Münchner nach dem 2:2 im Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Dortmund am Samstagabend mitteilten, hat Fußball-Nationalspieler Gnabry eine Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel erlitten. Für den 31-Jährigen ist es nach seinem WM-Ausfall wegen einer Adduktorenverletzung der nächste gesundheitliche Rückschlag.
Saibari wiederum zog sich einen Riss des Syndesmosebands im rechten Sprunggelenk zu. Der 25 Jahre alte marokkanische Nationalspieler wurde bereits operiert, wie die Münchner am Sonntag mitteilten. «Die Operation ist gut verlaufen! Jetzt heißt es, an die Arbeit zu gehen. Wir sehen uns hoffentlich so bald wie möglich wieder auf dem Platz!», schrieb Saibari auf Instagram zu einem Foto aus dem Krankenhaus
Gnabry, Saibari und auch Michael Olise mussten im deutschen Klassiker vorzeitig vom Platz. Bei Olise, der kurz vor Spielende ausgewechselt wurde, lag zunächst keine Diagnose vor.
Kobel entschuldigt sich
Saibari war in einer Offensivaktion mit BVB-Keeper Gregor Kobel zusammengeprallt und hatte sich dabei verletzt. Der Schweizer entschuldigte sich via Instagram bei Saibari. «Es tut mir leid, dies zu sehen. Ich wünsche Dir alles Gute. Werd schnell gesund!», schrieb Kobel. Der Offensiv-Allrounder reagierte und schrieb in seiner Insta-Story: «Danke. Das weiß ich zu schätzen!»
«Ehrlicherweise fühlt sich das schon ein bisschen heftig an, was um uns herum passiert», hatte Sportvorstand Max Eberl nach dem verpassten Erfolg durch einen späten Dortmunder Ausgleich durch Fabio Silva gesagt.
Im deutschen Clásico fehlte dem deutschen Fußball-Rekordmeister erneut Trainer Vincent Kompany, der sich nach seiner Hirnhautreizung zu Hause bei der Familie erholt. Joshua Kimmich kehrte im Liga-Gipfel nach dem Tod seines Vaters dagegen zurück auf den Rasen.
Wintertransfers? Das sagt der Vorstandschef
«Wir müssen gerade sehr resilient sein, die Mannschaft ist das bisher. In einer unglaublichen Art und Weise», sagte Eberl. «Und das müssen wir aber jetzt die nächsten Wochen weiter sein.» Schon am Dienstag steht das schwere Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid an.
Mit den Ausfällen sei man «leidgeprüft», sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, der schon nach Neuzugängen im Winter befragt wurde. «Man sollte nicht zu verfrüht über solche Themen sprechen», reagierte er bei Sky.

Gegen die in der Tabelle weiter punktgleichen Dortmunder fehlten schon die Offensivspieler Jamal Musiala und Luis Díaz wegen Verletzungen. Auch Torhüter Manuel Neuer musste wegen Fußproblemen erneut zuschauen.
«Es ist natürlich bedauerlich, dass wir uns einige Verletzungen zugezogen haben», sagte Ballon d'Or-Gewinner Harry Kane nach einem «seltsamen» Abend.

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