Pforzheim. „Das Gelbe vom Ei“ ist inzwischen der größte professionelle Kunsthandwerkermarkt in der Region. Vor 31 Jahren fand er im Kulturhaus Osterfeld erstmals am Wochenende vor Ostern statt – inzwischen ist er Tradition. Und mit ihm auch das Gewinnspiel zugunsten von „Menschen in Not“. Bei der Spendenübergabe erhielt die PZ-Hilfsaktion 3378 Euro.
Die Kunstinitiative Pforzheim (kip), ein Team aus acht Kreativen um Ute Middel, wählt nicht nur die Aussteller aus – rund ein Drittel ist jedes Jahr neu –, sondern organisiert auch das Gewinnspiel. „Das ist in diesem Jahr richtig gut gelaufen“, freut sich Middel beim Treffen im Kulturhaus Osterfeld.
Wie immer konnten Besucher für fünf Euro ein Ei mit unbekanntem Inhalt erwerben. Zu gewinnen gab es neben zahlreichen kreativen Kostbarkeiten auch Reisegutscheine.
„Bereits am Samstag kamen so viele Besucher wie noch nie“, sagt Gabriele Münster von der kip.
Und am Sonntag um 15 Uhr, zur Hauptzeit, habe es nur noch zwei Eier gegeben. „Das ist ein großer Erfolg.“ Überhaupt sei der Markt sehr gut besucht gewesen. „Das gab es fast noch nie“, so Münster. Aus jahrelanger Erfahrung wissen die Organisatoren, dass eigentlich der Sonntag der stärkere Tag ist. In diesem Jahr riss der Besucherandrang jedoch bereits ab der Eröffnung am Samstag um 14 Uhr nicht ab.


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„Das ist wunderbar.“ Die Resonanz der Aussteller fiel unterschiedlich aus: Einige verkauften sehr gut, andere weniger. Die ersten Anmeldungen für „Das Gelbe vom Ei“ 2027 liegen aber bereits vor. Damit dann alle Künstler ihren Platz finden, beginnt Alexander Lauinger vom Kulturhaus Osterfeld schon Wochen im Voraus mit den Planungen. 55 Aussteller präsentierten in diesem Jahr ihre Arbeiten. „Die Auswahl muss immer vielfältig sein“, sagt Münster zu den Kriterien. Gezeigt wurden unter anderem Schmuck, Textilien, Skulpturen aus Holz und Stein, Malerei und Grafik, Fotografie, Lederwaren, Papeterie, Porzellan und Keramik sowie Lichtobjekte. Auch Paul Taube, Geschäftsführer des Kulturhauses Osterfeld, ist von der Veranstaltung begeistert: „Das ist für unser Haus immer etwas Besonderes, weil es ganz anders ist.“ Der Kunstmarkt sei eine der wenigen Veranstaltungen, die seit Beginn im Osterfeld stattfinden.

