Nicht jede Tradition verdient es, stets gefeiert zu werden – diese hingegen schon: Einmal mehr war die „Pforzheimer Zeitung“ beim wichtigsten europäischen Layoutpreis erfolgreich. Diesmal hat die PZ drei Auszeichnungen erhalten, ungewöhnlich viele für eine vergleichsweise kleine Regionalzeitung.
Ja, mit Eigenlob ist es so eine Sache. Und trotzdem: Wir sind stolz darauf, dass die PZ einmal mehr zu den ausgezeichneten Zeitungen beim „European Newspaper Award“ gehört. Kaum ein anderer deutscher Verlag vergleichbarer Größe hat in den vergangenen Jahren so viele Awards gesammelt. Und das trotz wachsender internationaler Konkurrenz.
Und so sagt denn auch PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer über die drei Awards, die 2021 nach Pforzheim gingen: „Wir haben schon so viele davon. Aber jede Auszeichnung mit dem renommierten ‚European Newspaper Award‘ macht uns deutlich, dass wir ‚Provinzler‘ in der Zeitungslandschaft eine kleine, aber gute Adresse sind. Kreative Mitarbeiter*innen machen’s möglich.“ Und der Geschäftsführende PZ-Verleger Thomas Satinsky ergänzt: „Wir freuen uns über die Auszeichnungen sehr. Zumal wir mit unserer PZ mal wieder auf europäischer Ebene sehr positiv vertreten sind.“
Die Jury hat die PZ diesmal in der Kategorie für Sektions-Titelseiten ausgezeichnet. Das sind die Startseiten eines neuen Ressorts. „Die ‚Pforzheimer Zeitung‘ hat sich in einem internationalen Umfeld gut behauptet“, sagt Norbert Küpper, Layout-Papst und Gründer des Awards. Die drei ausgezeichneten Seiten hätten gemeinsam, dass sie jeweils nur einem Thema gewidmet sind. Küpper: „Die visuelle Darstellung ist zeitgemäß und ein starker Blickfang für Leserinnen und Leser.“
Hier können Sie die PZ-Seiten im Detail betrachten:
Bei der Horizonte-Seite zur „Gorch Fock“ lobt Küpper, dass neben dem großen Foto und dem Bericht in einer Zeitschiene die Geschichte des Schiffes dargestellt wird. In einer kleinen Infografik werden die Namen der Masten benannt und Angaben zur Länge und Höhe des Schiffes gemacht. Auch das Thema Schokolade werde im Wochenend-Magazin in Textblöcken präsentiert. Zahlen und eine Infografik begleiteten die textliche Information leserfreundlich.
Bei der Seite über die Frankfurter Skyline gefällt Küpper insbesondere die ungewöhnliche Perspektive von unten. Allein schon damit würden Leserinnen und Leser auf das Thema vorbereitet. Insgesamt, so Küpper, „zeigt die ‚Pforzheimer Zeitung‘, dass sie gestalterisch und konzeptionell auf der Höhe der Zeit ist. Gute Inhalte werden in spannendem Layout präsentiert“.
Die beiden PZ-Chefredakteure Marek Klimanski und Alexander Huberth freuen sich auch deshalb über die Auszeichnungen, weil sie die enge Zusammenarbeit von Redaktion, Gestaltern und Fotografie belohnen. „Eine gute Zeitung, egal ob gedruckt oder online, funktioniert nur gemeinsam. Und da ist das PZ-Team vorbildlich.“
Der „European Newspaper Award“
Insgesamt nahmen 161 Zeitungen aus 24 Ländern am 23. „European Newspaper Award“ teil. In den 20 Kategorien des Wettbewerbs gab es mehr als 4000 Einreichungen. Er ist damit einer der größten Wettbewerbe zum Thema Zeitungsdesign weltweit. Die vier Hauptpreise gingen nach Norwegen („Hallingdølen“, Lokalzeitung), Spanien („Ara“, Regionalzeitung), Belgien („De Tijd“, überregionale Zeitung) und Portugal („Expresso“, Wochenzeitung).

