Geiselnahme in Berliner Supermarkt
Der Supermarkt ist großräumig abgesperrt.
Carsten Koall/dpa
Geiselnahme in Berliner Supermarkt
Für Menschen in der Umgebung besteht laut Polizei keine Gefahr.
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Aus aller Welt
Geiselnahme in Berlin: Was wir wissen und was nicht

In einem Supermarkt im Süden Berlins hielt ein Mann seit dem späten Freitagabend eine Frau als Geisel. Nach etwa elf Stunden konnte die Polizei den Mann am Morgen überwältigen. Was zu dem Vorfall bislang bekannt ist und welche Fragen noch offenbleiben: 

Was wir wissen

  • Tat: Laut Polizei brachte der Täter die Frau kurz nach 22.00 Uhr in dem Supermarkt in seine Gewalt und bedrohte sie mit einem Messer. Die Polizei hatte danach nach eigenen Angaben Kontakt zu dem Mann.
  • Zugriff: Spezialeinsatzkräfte der Polizei überwältigten den Angaben zufolge gegen 9.20 Uhr den Mann und befreiten die festgehaltene Frau. Dabei sei ein sogenannter Taser eingesetzt worden. 
  • Verletzte: Bei dem Zugriff von Spezialeinsatzkräften wurde der mutmaßliche Geiselnehmer nach Polizeiangaben leicht verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie Polizeisprecher Florian Nath sagte. Auch die befreite Frau, die mehr als elf Stunden gefangen gehalten wurde, kam in ein Krankenhaus. Nach ersten Angaben des Sprechers steht sie unter Schock.
  • Identität des Mannes: Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte, der Mann soll 29 Jahre alt und türkischer Staatsangehöriger sein. Nach ersten Erkenntnissen sollen der Mann und die Geisel vor der Tat in keiner Beziehung zueinander gestanden haben. 
  • Waffe: Laut Staatsanwaltschaft hat der Mann die Frau mit einem Messer bedroht. Ein Mitarbeiter des Supermarkts berichtete bereits am Morgen, er habe gesehen, dass der Mann ein Messer gezogen habe.
  • Identität des Opfers: Laut Sprecher handelt es sich um eine Angestellte des Supermarkts.
  • Ort: Ort der Geiselnahme war ein Rewe-Supermarkt in Berlin-Marienfelde an der Ecke zwischen der Hildburghauser Straße und dem Tirschenreuther Ring. Marienfelde liegt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg am südlichen Rand der Hauptstadt. 
  • Einsatz: Die Polizei war im Großeinsatz. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) wurde vor dem Gebäude positioniert. Zahlreiche Polizeifahrzeuge, Rettungswagen und die Feuerwehr waren vor Ort.
  • Mögliche Zeugen: Hinter der Absperrung harrten einige Angestellte des Supermarkts aus, die nach dpa-Informationen zum Zeitpunkt des Vorfalls im Laden waren. 
  • Anwohner: Für Menschen in der Umgebung bestand laut Polizei keine Gefahr. 

Was wir nicht wissen

  • Motiv: Zu den Hintergründen und dem möglichen Motiv der Tat ist nach Angaben der Polizei bislang noch nichts bekannt. Der Mann habe verschiedene Forderungen gestellt, so der Polizeisprecher. Allerdings: «Das waren Impulsforderungen, die sich im schwer nachvollziehbaren Bereich abgespielt haben». 

© dpa-infocom, dpa:260711-930-368495/3

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