Pforzheim. Die Nagoldhalle fest in Kinderhand: Am Sonntagnachmittag haben kostümierte Jungen und Mädchen beim traditionellen Kinderfasching für viele bunte Farbtupfer gesorgt. Begleitet von ihren Eltern oder Großeltern feierten die Kids ihre „Fünfte Jahreszeit“. Heiter und ausgelassen, lachend und unbeschwert.
Bereits vor der Hallenöffnung gab es Musik zum Mitsingen. Ein etwa vierjähriger Mini-Hulk, giftgrün und mit Sixpack, zog hinter seiner feenhaft kostümierten Schwester seine Kreise. Wenig später gesellte sich ein kaum älterer Bonsai-Spidermann als Fänger hinzu. Auf der Treppe zur Bühne der dekorierten Mehrzweckhalle bezog ein kleines Mädchen in Pink vorübergehend ihr kleines Stück vom karnevalistischen Abenteuerland. Gut 30 Aktive der Belrem-Gilde übernahmen nach und nach Posten am Einlass, an der Kasse oder beim Kuchenverkauf.


Am Wochenende in der Region: Narren feiern ausgelassen bei Prunksitzungen
Gildemeisterin Daniela Alva rechnete auch in diesem Jahr „mit 150 bis 200 Gästen“. Immer mehr Nachwuchs der Kräheneck-Hexen traf ein, mit den markanten rot-schwarzen Karo-Hemden, Röcken, Schürzen, langen weißen Unterhosen und bunten Ringelsocken, noch ohne Holzlarven.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Daniela Alva zeigen sich der aktuelle Ritter Belrem (Marc Jourdan), Prinzessin Suleima (Xenia Alva), die Gildemeisterin Daniela Alva und das KiKo-Bühnenteam (Tobias Jourdan und Beate Franck) den kleinen und großen Narren. Durch eine Kinder-Polonaise ging die Bühne an die Kids über.


Prunksitzung: Tiefenbronner Carnevalsverein begeistert mit Tanz, Humor und Schmellenprinz
Alle waren augenblicklich mit Feuereifer dabei: Piratinnen, Knochenmännchen, pausbäckige Prinzessinnen, Biene Maja, bleichgesichtige Mini-Vampire, auf dem Arm seines Vaters auch ein winziger Tabaluga. Im Verlauf von drei beliebten „Reisen nach Jerusalem“ kam selbst das Bühnenteam angesichts der Bewerber zunehmend ins Schnaufen. Bei den Dreikäsehochs gab’s bei diesem Wettbewerb keine Verlierer, nur Gewinner – alle erhielten fürs Mitmachen ein Präsent. Büttenreden gab es nicht, aber einige Schautänze verschiedener Vereine. Ein Highlight, das es – exakt so – nur in Dillweißenstein zu sehen gibt, war der urwüchsige, knurrige Tanz der acht, neun kleinen Kräheneck-Hexen, die auf der Bühne eine Art Menschen-Pyramide bildeten.

