Mauro Lustrinelli
Fußballtrainer Mauro Lustrinelli soll Union Berlins Wunschkandidat für den Trainerjob sein. (Archivbild)
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Medien: Union Berlin will Schweizer Meistertrainer

Der Schweizer Meistertrainer Mauro Lustrinelli ist Medienberichten zufolge Wunschkandidat beim 1. FC Union Berlin für die Nachfolge von Marie-Louise Eta. Der «Kicker» und der Pay-TV-Sender Sky berichten, dass sich die Vereinsbosse um Geschäftsführer Profifußball Horst Heldt und Präsident Dirk Zingler in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem 50-Jährigen befinden.

Lustrinelli hatte in der Schweiz gerade für ein Fußballmärchen gesorgt und Aufsteiger FC Thun sensationell zum Titel geführt. Jetzt winkt dem kleinen Club sogar die Königsklasse. Lustrinelli besitzt noch einen Vertrag bis 2028.

Lustrinelli war Co-Trainer unter Urs Fischer

Eta hatte im April als erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte die Nachfolge von Steffen Baumgart angetreten. Ihr Engagement war auf fünf Saisonspiele begrenzt. Die 34-Jährige trainiert künftig die Union-Frauen. 

Nach «Kicker».Informationen hatten die Köpenicker bereits ein konkretes Trainerprofil festgelegt: Demnach will der Verein einen Trainer, der fließend deutsch spricht, junge Spieler fördert und auf sie setzt sowie auf einen aktiven, mutigen Spielstil vertraut.

Lustrinelli, der 2013 in Thun als Co-Trainer unter Union-Legende Urs Fischer arbeitete, würde in dieses Profil passen. Sowohl in Thun als auch zuvor als Schweizer Jugendnationaltrainer hat der 50-Jährige nachgewiesen, dass er ein Händchen dafür hat, junge Spieler weiterzuentwickeln.

Auch Eichner und Steffen gelten als Kandidaten

Zuvor wurden bereits Christian Eichner, der den Zweitligisten Karlsruher SC verlässt, sowie der ehemalige Bremen-Coach Horst Steffen in den Medien hoch gehandelt.

Marie-Louise Eta
Marie-Louise Eta trainiert künftig die Union-Frauen.
Soeren Stache/dpa

Lustrinelli wäre seit dem Ende der Ära Urs Fischer 2023 bereits der sechste Trainer an der Seitenlinie der Eisernen. Baumgart hatte sich mit 464 Tagen noch am längsten im Amt gehalten. Die Engagements von Marco Grote, Nenad Bjelica, Bo Svensson und Eta waren dagegen jeweils nur kurze Episoden.

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