Verdacht auf Sprengstoff - A3 gesperrt
Die Autobahn 3 wurde nach dem Fund in beide Richtungen gesperrt.
Armin Weigel/dpa
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«Lauter Knall» - Spezialisten sprengen Fund auf Autobahn 3

Spezialisten haben einen verdächtigen Fund auf der Autobahn 3 bei Regensburg kontrolliert gesprengt. Experten des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) hätten die Detonation um 8.45 Uhr am Fundort ausgelöst, sagte ein Polizeisprecher. «Es war ein lauter Knall.» Eine Frau und einen Mann, die im Wagen unterwegs waren, hatten die Beamten zuvor festgenommen. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen in dem Fall.

Sperrung führt zu langen Staus

Die Autobahn war am Freitag nach dem nächtlichen Fund stundenlang, auch während der Hauptverkehrszeit, in beide Richtungen gesperrt. Auf der A3 und der nahegelegenen Bundesstraße 8 mussten Autofahrerinnen und Autofahrer wegen der resultierenden Staus viel Geduld mitbringen. 

Erst am späteren Vormittag rollte der Verkehr zumindest wieder in eine Fahrtrichtung, sagte eine Polizeisprecherin. Rund um den Fundort waren Beamte aber immer noch mit der Suche nach weiteren Spuren beschäftigt. In Richtung Passau konnte der Verkehr deshalb erst gegen Mittag wieder rollen.

Verdacht auf Sprengstoff - A3 gesperrt
Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamts nahmen den Fund im Wagen unter die Lupe.
Armin Weigel/dpa

Fund im Auto war für einen Abtransport zu gefährlich

Laut LKA handelte es sich bei dem Fund im Auto mutmaßlich um Sprengstoff. Weil die Spezialisten einen Abtransport für zu gefährlich hielten, entschieden sie sich für eine Sprengung auf der Autobahn. Details zum Fund nannte ein Sprecher zunächst nicht.

Polizisten hatten das Auto in der Nacht auf Freitag auf der A3 bei Wiesent (Landkreis Regensburg) kontrolliert. Am Steuer saß demnach eine Frau, auf dem Beifahrersitz ein Mann. Ob es sich um eine verdachtsunabhängige oder gezielte Kontrolle handelte, blieb zunächst unklar. Im Wagen entdeckten die Beamten gegen zwei Uhr morgens kurz vor der Ausfahrt Wiesent/Wörth an der Donau dann «sprengstoffverdächtige Gegenstände». Ein größeres Polizeiaufgebot sicherte den Einsatzort daraufhin großräumig ab.

Die Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar. Ein LKA-Sprecher ging jedoch zunächst davon aus, dass es sich nicht um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt - unter dem Begriff «Staatsschutz» laufen Ermittlungen zu politisch motivierten Straftaten. Die Reste des gesprengten Gegenstands sollen von LKA-Experten analysiert werden.

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