Bei dem Absturz eines Kleinflugzeugs in ein Einfamilienhaus in Ganderkesee bei Bremen sind zwei Männer ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich um die beiden Insassen des Flugzeugs, einen 65-jährigen und einen 77-jährigen Mann aus Bremen, wie die Polizei mitteilte. Zunächst hatte der Norddeutsche Rundfunk berichtet.
Stundenlang hatten Einsatzkräfte nach dem vermissten zweiten Insassen gesucht. Die Maschine soll kurz vor dem Absturz in Bremen gestartet sein, dann verlor sie in einer Wohnsiedlung in Ganderkesee an Höhe. Unklar ist weiterhin die Ursache des Unglücks.
Die Bewohner waren nicht zu Hause, als das Flugzeug in das Dach ihres Hauses krachte. Weitere Verletzte gab es demnach nicht. Gegen 11.00 Uhr am Samstag waren die Feuerwehr sowie weitere Einheiten von Rettungsdienst und Polizei zu dem Absturz gerufen worden.
Zeugen werden betreut
Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Menschen in der Wohnsiedlung, die das Unglück unmittelbar miterlebt oder sich in der Nähe befunden hatten. Für Anwohner wurde eine Anlaufstelle eingerichtet.
Um den Einsatzort wurden im Radius von hundert Metern die Häuser evakuiert. Nach Angaben der Polizei handelte es sich dabei um eine vorsorgliche Maßnahme. Inzwischen konnten die Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Der unmittelbar von den Einsatz- und Ermittlungsmaßnahmen betroffene Bereich rund um die Unglücksstelle bleibt jedoch weiterhin gesperrt.
Aus Sicherheitsgründen wurde auch die Stromversorgung der Straße vorübergehend unterbrochen. Polizei und Feuerwehr waren mit vielen Kräften vor Ort. Mittlerweile konnte das Flugzeugwrack vollständig aus dem Dach geborgen werden und soll von der Absturzstelle abtransportiert werden. Für die Dauer des Einsatzes wurde der Luftraum über dem Bereich gesperrt.
Die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen waren der Polizei zufolge äußerst komplex und zogen sich über mehrere Stunden. Die weiteren Ermittlungen sollen in Abstimmung mit der zuständigen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) geführt und in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann derzeit noch nicht abschließend beziffert werden. Nach ersten groben Schätzungen geht die Polizei von einem Schaden im hohen sechsstelligen Bereich aus.
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