Falco, Föhnfrisuren und Samantha Fox - war früher alles besser? Die schräge Miniserie «Braunschlag 1986» unternimmt eine Zeitreise in die österreichische Provinz der 80er Jahre, um dieser Frage auf den Grund zu gehen (HBO Max ab Donnerstag (16.7.); lief im ORF im März). Im Gepäck: tiefschwarzer Humor, politische Satire und eine Portion Science-Fiction.
Fortsetzung einer Erfolgsserie
Drehbuchautor und Regisseur David Schalko knüpft mit den fünf neuen Episoden an seine erfolgreiche Serie «Braunschlag» aus dem Jahr 2012 an. Damals ging es um eine fiktive Gemeinde in Österreich, in der eine erfundene Marienerscheinung für Pilger- und Geldströme sorgt.
Die neue Staffel setzt mehr als zehn Jahre später ein: Braunschlag ist nach einem Atomunfall fast menschenleer - nur Bürgermeister Tschach (Robert Palfrader) und Discobesitzer Pfeisinger (Nicholas Ofczarek) leben noch in dem Provinznest nahe der tschechischen Grenze.
Wie kann man den Ort wieder voll bekommen? Tschach hat eine Idee: In Braunschlag soll laut einem Dekret des Bürgermeisters wieder alles so sein wie im Jahr 1986 - eine Oase ohne Internet, Künstliche Intelligenz, Corona oder politisch korrekte Sprache. «Wir wollen eine Welt, die man kapiert, eine Welt, in der jeder jeden kennt», sagt der Gemeindechef in der Serie.
Ein Nostalgie-Projekt, das aus dem Ruder läuft
Die Uhren werden zurückgedreht, und das Retro-Konzept lockt tatsächlich Menschen zurück nach Braunschlag. Doch die früheren Bewohner bringen auch eine Menge Beziehungsprobleme und Macken mit - darunter eine Mutter (Nina Proll), deren Sohn sich hinter einer Darth-Vader-Maske versteckt; sowie ein Landarzt, dessen toter Vater aus der Urne zu ihm spricht.
Ein mysteriöser jugendlicher Investor, Politiker und ein UFO-gläubiger Rückkehrer lassen das Nostalgie-Projekt aus dem Ruder laufen.
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