Doku über 70 Jahre ESC: Ein bisschen Unfrieden
Die finnische Hard-Rock-Band Lordi gewann vor 20 Jahren ziemlich außergewöhnlich den Eurovision Song Contest in Athen. (Archivbild)
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Doku über 70 Jahre ESC: Ein bisschen Unfrieden
Gewann 1982 erstmals für Deutschland den Eurovision Song Contest: die Sängerin Nicole. Ihre Karriere ging danach immer weiter - hier ein Auftritt 2022. (Archivbild)
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Boulevard/Kultur
Doku über 70 Jahre ESC: Ein bisschen Unfrieden

Von der kleinen Kursaal-Gala für den Röhrenfernseher zum Mega-Event in riesiger Halle mit weltweit rund 160 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern vor den Bildschirmen: Der Eurovision Song Contest (ESC) hat sich seit seiner Premiere im Mai 1956 in Lugano in der Schweiz zu einem popkulturellen Phänomen mit vielen Facetten entwickelt. 

Zum 70. Jubiläum widmet die ARD dem früher meist Grand Prix genannten Musik-Event eine 90-minütige Doku: «70 Jahre ESC – More than Music» (ab 8. Mai in der ARD-Mediathek; am Montag, 11. Mai, um 20.15 Uhr im Ersten). 

Die Analyse spart auch heikle Aspekte der ESC-Geschichte nicht aus. Es geht etwa um schwule und queere Momente bei dem Musikwettbewerb und die Kontroverse der letzten Jahre um die Teilnahme Israels.

Doku über 70 Jahre ESC: Ein bisschen Unfrieden
Hape Kerkeling hat einige Expertise beim Thema Eurovision Song Contest. (Archivbild)
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Hape Kerkeling sagt in der Doku, der ESC sei über die Jahre hinweg populär geblieben, weil er es immer verstanden habe, mit der Zeit zu gehen: «In dem Wechsel von einem - ich sag’ mal - eleganten Orchester-Club-Event hin zu einem europäischen Großereignis.» 

«Wir können nur zu Tränen rühren in Unschuld»

Der heute 61-jährige Kerkeling erzählt: «Ich fand als Kind das Faszinierende: Da treten alle europäischen Nationen an in ihrer Sprache. Wann hatte ich im Ruhrpott schon mal die Chance, finnisch zu hören oder serbokroatisch - das schon eher - oder schwedisch oder dänisch?»

Dass Germany als Loser-Nation gelte, sei ein leidiges Thema, findet Kerkeling. Deutschland stehe dort allein auf weiter Flur. «Mit Lustig lassen sie uns nicht gewinnen. Deutschland ist nicht lustig in den Augen der anderen Europäer. Wir können nur zu Tränen rühren in Unschuld. Dann vergibt man uns alles.» 

Nicole - Ein bisschen Frieden (1982)

© dpa-infocom, dpa:260508-930-50605/1

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Lena Meyer-Landrut kurz nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest 2010 in Oslo. (Archivbild)
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Peter Urban wurde vor allem durch seine Kommentierung des Eurovision Song Contest zwischen 1997 und 2023 im ARD-Fernsehen bekannt. (Archivbild)
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Einer der legendärsten deutschen Beiträge beim Eurovision Song Contest: Joy Fleming und das Lied «Ein Lied kann eine Brücke sein». (Archivbild)
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