Bundesumweltminister Schneider
Bundesumweltminister Carsten Schneider ist tauchen gegangen.
Stefan Sauer/dpa
Fortsetzung der Sommerreise von Bundesumweltminister
Auf dem Ostsee-Boden liegen herrenlose «Geisternetze». Ein Stück davon brachte Schneider mit an die Oberfläche.
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Fortsetzung der Sommerreise von Bundesumweltminister
Die Ostsee kämpft mit Düngemitteln und der Erderhitzung. Der Umweltminister machte sich vor Ort ein Bild davon.
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Boulevard/Kultur
Umweltminister Schneider taucht ab vor Rügen

Bundesumweltminister Carsten Schneider (50) ist abgetaucht bei seiner Sommerreise durch Mecklenburg-Vorpommern. Der SPD-Politiker machte vor dem berühmten Kreidefelsen Königsstuhl auf der Insel Rügen einen Tauchgang, um sich die Folgen von Erderwärmung und Verschmutzung des Meeres selbst anzusehen. Es sei sein erster Tauchgang in der Ostsee gewesen, normalerweise tauche er im Mittelmeer, sagte der Minister.

«Fisch war nicht viel»

Schneider brachte einen Teil eines sogenannten Geisternetzes mit an die Oberfläche. Das sind Netze, die herrenlos durchs Meer treiben. Sie gefährden Meeresbewohner und verschmutzen das Wasser durch Mikroplastik, wenn sie sich zersetzen.

«Fisch war nicht viel», berichtete Schneider, der in etwa sechs Meter Tiefe unterwegs war. Das Wasser in dem Bereich vor Rügen, in dem Schneider tauchte, ist aktuell leuchtend grün durch kleine einzellige Algen. 

Die Ostsee hat ein Übermaß an Nährstoffen, die durch Dünger ins Meer fließen. Das begünstigt ebenso wie die steigenden Temperaturen das Wachstum von Algen. Wenn diese abgebaut werden, entzieht das dem Wasser Sauerstoff, den Meerestiere wie Fische zum Leben brauchen - es entstehen «Todeszonen» im Wasser. 

Schneider plant «Aktionsplan Meer»

Die Ostsee sei ein Opfer des Klimawandels, könne aber Teil der Lösung sein, wenn es gelinge, den Eintrag von Nährstoffen zu verringern, sagte Schneider. «Das wird aber noch ein richtig dickes Brett werden, weil das natürlich dann mit der Landwirtschaft besprochen werden muss.» 

Das soll einer der Schwerpunkte eines «Aktionsplans Meer» sein, zu dem Schneider erste Eckpunkte veröffentlicht hat. «Wir haben hier einen akuten Handlungsbedarf, weil wir eine lebendige und keine tote Ostsee haben wollen.»

Mitteilung des Ministeriums

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