Jürgen Habermas gestorben
Jürgen Habermas 1981 in seinem Haus in Starnberg. (Archivbild)
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Jürgen Habermas gestorben
Habermas bei einer Pressekonferenz im Jahr 2012.
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Zum Tode von Jürgen Habermas: Leben und Werk im Überblick

Die wichtigsten Daten in Leben und Werk von Jürgen Habermas:

18. Juni 1929: Jürgen Habermas wird in Düsseldorf geboren. Sein Vater war Geschäftsführer einer Industrie- und Handelskammer, sein Großvater Theologe.

Von 1949 und 1954 studiert er an den Universitäten Göttingen, Zürich und Bonn unter anderem Philosophie und Geschichte.

1955 heiratet er Ute Wesselhoeft. Das Ehepaar bekommt drei Kinder, zwei davon wurden später wie der Vater Universitätsdozenten.

1956 beginnt er als Forschungsassistent am Frankfurter Institut für Sozialforschung seine Karriere.

Von 1961 bis 1964 ist er außerordentlicher Professor an der Universität Heidelberg.

1962 erscheint Habermas' Habilitationsschrift «Strukturwandel der Öffentlichkeit».

1964 wird er Nachfolger auf Max Horkheimers Lehrstuhl für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt.

1968 erscheint «Erkenntnis und Interesse».

Von 1971 bis 1981 leitet er das Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg.

1981 erscheint die «Theorie des kommunikativen Handelns».

Von 1983 bis 1994 hat Habermas den Lehrstuhl für Philosophie mit dem Schwerpunkt Sozial- und Geschichtsphilosophie in Frankfurt inne.

1985 erscheint «Der philosophische Diskurs der Moderne».

Ab 2001: Habermas erhält zahlreiche angesehene und hoch dotierte Preise, etwa den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels oder den mit 50 Millionen Yen (364 000 Euro) dotierten Kyoto-Preis.

2019 erscheint sein Spätwerk «Auch eine Geschichte der Philosophie».

14. März 2026: Habermas stirbt im Alter von 96 Jahren in Starnberg.

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