760_0900_82973_roll.jpg
Viktoria R. Müller, Birgit Rakette, Jürgen Vallen, Hanna Mauermann, Hartmut Häcker sowie „Zopfmaid“ (von links) heißen die Künstler. Foto: Roller

Art Pforzheim: Galerie N#N# eröffnet in Pforzheim

Pforzheim. Auf die Größe kommt es bei einer Kunstausstellung nicht an. Das zeigt die „Art Pforzheim“, die seit dem Wochenende in einem kleinen Raum an der Pforzheimer Jahnstraße zu sehen ist.

Von außen wirkt die Galerie mit dem etwas kryptischen Namen „N#N#“ unscheinbar und wer nicht aufpasst, läuft einfach an ihr vorbei. Dabei lohnt es sich, einmal rein zu schauen, wo auf wenigen Quadratmetern derzeit die Werke von rund einem Dutzend Künstler aus ganz Deutschland zu sehen sind. Eine von ihnen ist Sandra Schulz aus Darmstadt, die abstrakt malt. Der Kontrast steht in ihren Werken im Mittelpunkt. Die Grundfarbe ist immer schwarz, andere Farben werden nur äußerst sparsam und zielgerichtet eingesetzt. „Ich finde, schwarz hat viele Kontraste und Facetten“, sagt die Künstlerin: „Damit kann man so viel machen.“

Etwas tun muss auch der Betrachter, nämlich sich gedanklich auseinandersetzen mit den Werken, die zwar einen Titel haben, aber sonst vollkommen offen für Interpretationen sind.

Abstrakt arbeitet auch Hartmut Häcker, aber mit deutlich mehr Farbe. Der Friolzheimer mischt Materialien und Farbtöne auf Büttenpapier. Er nutzt Tuschen, Lacke, Aquarell- und Acrylfarben. „Es soll farbig sein, aber nicht bunt“, erklärt der Friolzheimer. In der Regel sind nur zwei Farben bildbestimmend. Oft sucht er sich Farben aus klassischen Werken aus und versucht, daraus etwas Eigenes zu machen. Heraus kommen abstrakte Werke, die neben den Grafiken von Viktoria R. Müller hängen. Mit Tusche und Fineliner gezeichnet, laden sie den Betrachter zum Nachdenken ein. „Mein halbes Herz im Wikinger-Boot“ heißt eine ihrer Grafiken, die ein Schiff zu zeigen scheint, das auf einer Kugel fährt. Vor rund einem Jahr hat sie die winzige Galerie „N#N#“ in der Jahnstraße eröffnet. Die „Art Pforzheim“ ist bereits die sechste Ausstellung, die sie organisiert hat. „Ich lebe meinen Traum“, sagt sie.

Die Ausstellung in der Jahnstraße 29 ist noch bis Sonntag, 1. Juli, zu sehen. Öffnungszeiten:mittwochs und donnerstags von 10 bis 13, freitags und samstags von 15 bis 19 und sonntags von 11 bis 17 Uhr.