Buchautorin Turit Fröbe Ansicht über Architektur erhitzt die Gemüter

Pforzheim. Ist die Stadt nun schön oder hässlich? Das PZ-Interview mit der Buchautorin Turit Fröbe hat große Wellen ausgelöst und sorgt für Diskussionsstoff. Vor allem in den sozialen Netzwerken: Auf der Facebook-Seite der PZ reagierten bis Freitagabend mehr als 200 Leser. Knapp 50 verbreiteten den Artikel weiter und teilten ihn, über 70 Kommentare wurden geschrieben.

Manchen Pforzheimern scheint die Autorin aus dem Herzen zu sprechen. Es sei „schön, dass jemand mal den Blickwinkel ändert“, schreibt eine Nutzerin. Einer anderen, die vor 40 Jahren nach Pforzheim gezogen ist, sei schon damals aufgefallen, dass Bürger sich „übelst über die Stadt ausließen. Das berührte mich eigenartig“, schildert sie. Andere kommentieren ähnlich: Es liegt nicht an der Stadt, sondern den Menschen, die sie schlechtreden und damit „hässlich machen“. Sie fordern mehr Optimismus statt Schlechtreden. Manche Leser beobachten, dass gerade auswärtige Besucher oft „total begeistert“ seien.

Doch es gibt viele, die der Architektur nichts abgewinnen können. Der Tenor: Die Stadt ist und bleibt hässlich. Sie sei schrecklich und habe „absolut nichts zu bieten“. Dann wird, in Facebook-üblich rauem Ton, auf die anderen „Problemzonen“ verwiesen.

Auch differenzierte Diskussionen werden geführt: über alte und moderne Architektur sowie mangelnde Wertschätzung von Nachkriegsbauten. So moniert einer, dass der Marktplatz mit seinen einstigen Wasserspielen leider verhunzt worden sei. Andere beklagen den Abriss des früheren BW-Bank-Gebäudes am Leopoldplatz und plädieren für den Erhalt des Technischen Rathauses.