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Bis zum Frühjahr muss die schwarze Farbe weg. Andreas Sarow hat diese Bedingung der Stadt Pforzheim anerkannt. Seibel
04.11.2015

Das Ende der „schwarzen Villa“: Erscheinungsbild muss geändert werden

Die Tage der „schwarzen Villa“ sind gezählt. Mittlerweile steht endgültig fest, was mit der finsteren Immobilie an der Friedenstraße passieren wird. Denn in dieser Woche erblickt Andreas Sarow – Immobilienhändler und Initiator des schwarzen Anstrichs – in seinem Briefkasten ein Schreiben der Stadt Pforzheim. Er öffnet den Brief – und erfährt das Urteil der Unteren Denkmalschutzbehörde.

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Sie hat sich eingeschaltet in den Fall, weil die „schwarze Villa“ als Teil eines Ensembles baugleicher Häuser unter Denkmalschutz steht. Größere Änderungen der Bausubstanz müssen mit der Behörde abgesprochen werden. Und das hat Sarow nicht getan.

Bewusst hat er die Nacht für den schwarzen Anstrich gewählt. Kein Denkmalschützer soll seinen ambitionierten Plan noch in der letzten Sekunde stoppen. Und: es gelingt. Das Haus taucht am nächsten Morgen als schwarzer Koloss in der Friedenstraße auf. Widerstand regt sich, wechselt sich mit Zustimmung und Begeisterung ab. Die „schwarze Villa“ steht im Fokus – und damit schnell im Visier des Denkmalschutzes. Lange Monate berät er – jetzt hat er entschieden.

Ja, Sarows Aktion hat den Denkmalschutz verletzt. Verschiedenen Auflagen der Denkmalschutzbehörde muss Sarow sofort nachkommen. Und ja, auch eine Gebührenzahlung wird es geben. „Ich akzeptiere die Vereinbarung und werde keinen Einspruch einlegen“, sagt Sarow.

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